Der erste Elternsprechtag

\Der erste Elternsprechtag

Der erste Elternsprechtag

Heute war es soweit, unser erster Elternsprechtag stand an. Schon seit Tagen war ich ein wenig nervös und aufgeregt. Doch der Liebste versuchte mich zu beruhigen. Und eigentlich hatte er ja auch Recht. Ich sehe ja ihre Hausaufgaben, was sie kann und wie sie es macht. Dennoch blieben die Gedanken. Wie es der Prinzessin in der Schule wohl so geht? Wie sehen die Lehrer ihre Leistung? Was kann sie gut? Was gar nicht? Wie kommt sie mit? Wie gut hat sie sich im Klassenverband eingelebt? Hat sie irgendwo Schwierigkeiten? Langweilt sie sich? Beurteilen die Lehrer sie genauso, wie sie sich selbst?
Leider hat sie nach wie vor nicht ihre „eigentliche Klassenlehrerin“. Diese fehlte bereits bei der Einschulung. Anfangs hat der Direktor die Klasse komplett übernommen, denn die Lehrerin sollte bald wiederkommen. Nachdem dies aber nicht mehr absehbar war, bekam die Klasse eine weitere Lehrerin, der Direktor ist eben noch mit anderen Dingen beschäftigt und muss entsprechend oft weg. Diese „Springerin“ ist immer noch da und heute erzählte die Prinzessin, dass sie eine weitere Lehrerin bekommen haben. Nun gehe ich davon aus, dass es dabei bleiben wird und die eigentliche Klassenlehrerin nicht wieder kommt.
Was gibt es über die Prinzessin zu sagen? Zunächst einmal bekam ich nur ganz viel Lob zu hören.
* Sie ließt ganz wunderbar. Besser als die sehr guten 4tklässler.
* Sie schreibt entsprechend gut. Vieles bereits nach der korrekten Rechtschreibung.
* Sie schreibt kleine Geschichten, ebenfalls korrekt – auch bei schwierigen Wörtern (Pferd, Eichhörnchen, Kastanien).
* Sie ist sehr genau und motiviert.
* Sie kennt alle Zahlen.
* Sie rechnet sehr sicher und macht dabei keine Fehler.
* Sie hilft anderen Kindern viel.
* Sie ist in der Klasse gut angekommen und erfreut sich einer großen Beliebtheit.
* Diktate und Tests hat sie bisher alle sehr gut gemeistert.
Aber es gab auch ein paar negative Punkte.
* Sie meldet sich sehr wenig und beteiligt sich kaum am Unterricht.
* Sie träumt viel vor sich hin.
* Sie „liegt“ halb auf dem Tisch.
* Sie quasselt zwischendrin (ließt anderen Kindern etwas vor, hilft ihnen zu viel etc.).
* Sie trödelt viel, erledigt Sachen nach Ankündigung dann aber schnell und bringt so Flüchtigkeitsfehler ein.

Wir waren Stolz wie Oskar. Wie sollte es auch anders sein?
Da sie ja zu den spät eingeschulten Kindern gehörte, habe ich mir Sorgen gemacht. Auch wegen dem Klassenverband, ob sie ankommt und aufgenommen wird. Hier kennen sich die Kinder geschlossen spätestens seit dem Start im Kindergarten, manche bereits früher. Die Prinzessin aber war nur einen Monat dabei. Doch offenbar war das gar kein Problem. Sie hat viele Freunde und will sich täglich mit den unterschiedlichsten Kindern verabreden.
Die späte Einschulung hat ihr geholfen, ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sehr gestärkt. Sie ist emotional gefestigt und absolut bereit für die Schule.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie Stolz und froh ich bin. ♥

Von | 2011-11-23T20:54:52+00:00 Mittwoch, 23. November 2011|Kategorien: Familienalltag|Tags: , , |5 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

5 Kommentare

  1. Anscha 24. November 2011 um 12:31 Uhr - Antworten

    Schön 🙂 Einer der Momente im Leben, den man als Mom oder Dad nie vergisst… Die Kleinsten stolz wie Oskar bei der Einschulung, die Eltern aufgeregt am ersten Elternabend, der wohl vergleichbar ist -zumindest emotional gesehen- mit einer Einschulung…gg… blöd, mit der eigentlichen Klassenlehrerin 🙁 Hoffentlich wird es nicht weitere solcher „Struktur-Probleme“ geben. Schön, dass das Prinzesschen so „normal“ mit der neuen Situation umgeht :o) (Ich denke, zuviel Lob oder zuviel negatives wär doch doof, oder ? Liebe Grüße und Danke für den schönen Artikel (meine ist erst 4, da hab ich noch bisschen Zeit) 😀

  2. EllenEllen 25. November 2011 um 05:30 Uhr - Antworten

    so viel Lob von der Prinzessin gehört zu haben: du solltst jetzt aber total stolz zu fühlen;)

  3. Frl. Null.Zwo 25. November 2011 um 23:06 Uhr - Antworten

    Für die vielen Hürden – nicht nur der neue Lebensabschnitt „Einschulung“, sondern auch noch ohne jmd. dort richtig zu kennen und die wechselnden Lehrer/innen – hört sich das verdammt super an!

    WOW! So viele postive Dinge!
    Da hast Du zu Recht stolz zu sein!

    Bei einer Sache mußte ich direkt an mich und meine Grundschulzeit denken: Einserseits super korrekt beim Schreiben und Rechnen, andererseits Flüchtigkeitsfehler… :silly:

    und aus mir ist auch etwas geworden 😀

  4. Alltagsheldin 1. Dezember 2011 um 09:46 Uhr - Antworten

    @ Anscha … Ja, das denke ich auch… Alles so viele tolle Momente und ich hoffe, dass ich sie für immer vor meinem geistigen Auge sehen werde ♥
    Und, erst 4? Die Zeit rast nur so dahin… Ganz bald stehst Du auch in der Aula und lässt Deine Kleine einschulen 😉

    @ Null.Zwo … Ja, das denke ich auch. Ich habe da mit deutlich mehr Schwierigkeiten gerechnet…
    Flüchtigkeitsfehler *g* Das kann sie nur von mir haben… Aber hoffentlich wird das werden…

  5. {November 2011} | Alltagsschrott 13. September 2012 um 18:46 Uhr - Antworten

    […] Getränk: Viel Tee und Wasser. Essen: Gefüllte Kartoffeln Schönstes Erlebnis: Der Elternsprechtag. Lächerlichkeit des Monats: Der werte Herr Ex. Ärgernis des Monats: 1&1, ich war noch nie so […]

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