Blog Dein Wissen! Woche #02: Schlafstätte

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Thema der Woche #02 „Babyschlaf im 1. Lebensjahr“ von Mama Miez und BabyDreamers:

Wie und wo schlafen/schliefen Eure Babys und wie hat sich ihre Schlafstätte im ersten Lebensjahr verändert?

Wie wohl jede Erstgebärende habe ich mir auch über dieses Thema noch vor der Geburt der Prinzessin Gedanken gemacht, mir diverse Tipps und Vorschläge durchgelesen und hatte einen festen Plan:
Die Prinzessin sollte im Schlafsack oder gepuckt auf dem Rücken im eigenen Bettchen schlafen.
Doch gleich nach den ersten Tagen Zuhause habe ich feststellen müssen, dass so ein Baby sich nicht einfach an den elterlichen Plan zu halten gedenkt. Ich legte sie abends pünktlich in ihr Bettchen, doch da schlief sie immer nur sehr kurz, wurde wach und schlief nicht mehr ein. Beim Beobachten der Prinzessin stellte ich fest, dass sie die Ärmchen immer von sich streckte (oder wohl eher „schmiss“), das ist schwierig zu beschreiben. Ich hatte den Eindruck, dass sie zu viel Raum um sich hatte. Auch das Pucken brachte herzlich wenig, denn ich stellte mich nicht sonderlich geschickt dabei an, sodass sich die Prinzessin schnell wieder befreite.
So machte ich das, was von sämtlichen pädagogischen Ratgebern, Kinderärzten und Eltern absolut abgelehnt wird: Ich nahm die Prinzessin mit ins elterliche Bett. In den ersten Wochen schlief sie nachts sogar ausschließlich auf meinem Bauch. Anfangs hatte ich angst ich würde mich nachts umdrehen und sie runterschmeißen, das geschah aber kein einziges Mal. Sonderlich angenehm war das auf Dauer natürlich nicht, doch abends genoss ich es einfach meinem Baby so nahe zu sein und auch die Prinzessin schlief ganz wunderbar. Nach einigen Wochen zog sie dann um: In die Mitte des Bettes. Ich legte sie immer sehr weit nach oben, sodass sie unsere Decken nicht abbekam. Die Prinzessin selbst schlief im Schlafsack und auf dem Rücken. Für das nächtliche Stillen wie auch nach 1,5 Monaten für die nächtliche Flaschenmahlzeit war dies absolut praktisch.
Was ich an mir selbst sehr erstaunlich fand: Anfangs hatte ich angst, ich würde die Prinzessin nachts nicht hören, da ich einen sehr festen Schlaf hatte. Doch diese Sorge war unbegründet. Ich hörte es, wenn sie leise stöhnte, wenn sie besonders tief einatmete schreckte ich sogar auf und auch wenn sie wach wurde, war ich es auch sofort.
Die ersten 2 bis 2,5 Monate schlief sie nachts im elterlichen Bett und tagsüber entweder in ihrer Wippe, oder im eigenen Bettchen. Generell schlief sie tagsüber nicht viel. Immer mal wieder für 20 Minuten, höchstens eine halbe Stunde, das allerdings mehrmals über den Tag verteilt. Erst mit etwa 6 Monaten hatte sie eine feste Mittagsschlafzeit und schlief dann auch 2-3 Stunden am Stück.
Ich probierte das nächtliche Schlafen im eigenen Bettchen von Zeit zu Zeit immer mal wieder aus und eines Tages klappte es ganz einfach.
Die Prinzessin schlief von da an in ihrem eigenen Bettchen, aber im elterlichen Schlafzimmer. Am Fußende des großen Bettes stand das Babybett.
Mit etwa 1,5 Jahren erst klappte das nicht mehr so ganz. Nach der Trennung von ihrem Papa kam sie jede Nacht zu mir ins Bett. Es war eine anstrengende Zeit, denn die Prinzessin hatte einen sehr ausladenden Schlafstil. Sie kuschelte sich ganz nah an mich ran, legte mir ihre Beinchen auf die Seite und schlang ein Ärmchen um meinen Hals, dabei lag ich seitlich und hielt sie im Arm. Als Bauchschläfer ist das keine sonderlich bequeme Position, Nacken- und Rückenschmerzen waren vorprogrammiert.
Doch die Prinzessin brauchte diese Nähe, das Wissen, dass ich für sie da bin und sie halte. Auch diese Phase legte sich nach einer Weile – ich glaube es war etwa ein 3/4 Jahr. Heute schläft sie im eigenen Zimmer und Bett und kommt nur bei Krankheit oder schlechten Träumen zu uns.

Von | 2012-05-16T08:22:54+00:00 Mittwoch, 16. Mai 2012|Kategorien: Blogkram|Tags: , |1 Kommentar

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Ein Kommentar

  1. Katinka 21. Mai 2012 um 11:51 Uhr - Antworten

    Huhu Tanja,
    lasse Dir heute einfach nur mal liebe Grüße hier 🙂

    Katinka

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