Ein Tag im Hause Alltagsschrott

\Ein Tag im Hause Alltagsschrott

Ein Tag im Hause Alltagsschrott

Als Schülerin, da hat man doch keinen Stress. Da ist alles ganz einfach und unkompliziert.

Das höre ich schon mal von Außenstehenden. Und wie froh wäre ich, wenn es doch tatsächlich so wäre. Ein Tag bei uns ist nämlich alles Andere als stressfrei und noch weniger ist hier irgendwas entspannt.

5.30 Uhr: Der Wecker klingelt. Frühstück machen, Prinzessin wecken, frühstücken, duschen, Pausenbrot für die Prinzessin und Tee für den Liebsten und mich vorbereiten, der Prinzessin die Haare machen, bevor wir los müssen.
6.55 Uhr: Tornister, die Prinzessin und meine eigenen Sachen ins Auto packen und zur Schule/OGS fahren.
7.05 Uhr: Die Prinzessin abliefern und zur eigenen Schule durchstarten.
7.45 Uhr: An der Schule ankommen.
8.00 bis … Uhr: Um 8 Uhr beginnt der Unterricht. Er endet in 14 Tagen: 1x um 11.20 Uhr; 4x um 13.10 Uhr; 5x um 15.30 Uhr.
An dem einen Tag um 11.20 Uhr gehe ich meist in die Stadt, irgendwas muss immer gekauft werden. An den Tagen um 13.10 Uhr muss ich noch einkaufen und tanken. Und an den Tagen um 15.30 Uhr muss ich zur Grundschule rasen, pünktlich bis 16 Uhr schaffe ich es so gut wie nie, da 10 Minuten einzusparen gar nicht mal so einfach ist.
16.15 Uhr:  Zuhause angekommen kontrolliere ich die Hausaufgaben der Prinzessin, mache Wäsche, putze, räume auf und erledige allen möglichen Kram.
18.00 Uhr: Abendessen. Lesezeit mit der Prinzessin.
zw. 19.30 und 20.00 Uhr: Die Prinzessin geht ins Bett.
ab 20.00 Uhr: Zeit für eigene Hausaufgaben.

Natürlich sind hier viele kleine Dinge nicht aufgelistet. Verabredungen der Prinzessin. Geburtstage. Gesonderte Besorgungen/Erledigungen die anstehen. Büchereibesuche.
Irgendwann dazwischen muss ich noch kochen, den Liebsten abholen und 1000 andere Dinge erledigen. Besonders ärgerlich ist es z.B. wenn Lady Gagga die Waschmaschine ausschaltet, da das eine Arbeit ist, die sehr weit hinten ansteht. Bevor ich morgens los fahre, kann ich keine Wäsche anstellen, schmeiße ich nach der Wiederkehr eine Maschine ein, so wird diese häufig wieder ausgeschalten. Auffallen tut dies natürlich erst, wenn ich sie in den Trockner packen muss, also zu spät für neues Einstellen, da Lady Gagga irgendwann zwischen 18.00 und 22 Uhr zu Bett geht. So bleiben solche Dinge dann auch noch für das Wochenende liegen, wo sowieso schon Wohnungsputz, viele viele Hausaufgaben und andere Sachen rund ums Haus anstehen.
Freunde treffen? Fehlanzeige! Ausgehen? Ist nicht drin! Freizeit? Pustekuchen!

Sag mir mal noch jemand, Schüler sein wäre so einfach. Denn eins darf man nicht vergessen: Zwar habe ich etwas weniger Stunden als ein Vollzeitjob, die Hausaufgaben füllen aber mindestens 1-2 Stunden täglich. Nicht eingerechnet sind die Klausurphasen und angekündigte Tests.

Von | 2012-09-30T22:03:53+00:00 Sonntag, 30. September 2012|Kategorien: Familienalltag, IchIchIch|Tags: , |2 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

2 Kommentare

  1. Ina 2. Oktober 2012 um 20:13 Uhr - Antworten

    Das ist der Tag für Dich von 24 std wohl zu kurz,ich kenne solche Tage sehr gut aber bei Dir ist es ja fast jeden Tag so. Finde ich Klasse wie du das alles hinbekommst.

    LG Ina

  2. Alltagsheldin 29. Oktober 2012 um 21:46 Uhr - Antworten

    …ich wünschte es wären mal mehr Stunden. Das oben Aufgelistete ist unser „Standard-Tag“, Extras sind dann nochmal heftiger… Grad in den letzten Wochen/Monaten bin ich oft erst um 19 Uhr daheim und alles muss hinten anstehen…

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