Schnipp, schnapp – Haare ab!

\Schnipp, schnapp – Haare ab!

Schnipp, schnapp – Haare ab!

Seit die Prinzessin auf der Welt war, wurden ihre Haare immer nur sehr wenig geschnitten. Hier und da mal eine Form rein, zwischendrin mal die Spitzen gekürzt, aber insgesamt wuchsen und wuchsen und wuchsen sie einfach nur vor sich hin.
Anfangs war ein Schnitt auch gar nicht nötig, denn mit 3 Jahren hatte sie immer noch eine Haarlänge, die knapp bis zum Nacken ging und einem Kurzhaarschnitt glich. An ihrem 4. Geburtstag gingen sie ihr dann endlich bis zu den Schultern. Und sie liebte ihre Haare. Friseurbesuche waren immer sehr nervenaufreibend, denn sie hatte immer Angst, die Friseurin würde sich verschneiden und sie zu stark kürzen. Natürlich geschah das nie, aber pingelig blieb sie.

Um so mehr überraschte es mich, als sie vor etwa 6 Monaten fragte, was wir denn davon halten würden, wenn sie sich die Haare abschneiden lassen würde. Ich konnte es mir gar nicht vorstellen und wollte erst einmal schauen, inwiefern sie das wirklich ernst meinte. Wir sagten ihr aber auch, wenn sie das möchte, dann könne sie das gerne machen – ihre Haare, ihre Entscheidung.
Dennoch wollten wir nichts übereilen. Eine so lange gezüchtete Haarpracht ist schnell abgeschnitten, wächst aber nur sehr langsam nach. Wenn sie ihre Entscheidung am Ende doch bereuen würde, wäre da eben nichts zu machen…
Derweil fragte sie mal lauter, mal leiser, ob wir denn mal zum Friseur könnten.

In den Herbstferien war es dann soweit, 6 Monate beharrliches Fragen und Bitten sollten nun erfüllt werden. Es schien uns, sie habe sich die Entscheidung gut überlegt.

Beim Friseur setzte sie sich auf den Stuhl, zeigte wie kurz die Haare werden sollten und schon schnitt die Friseurin sie – nicht ohne einem skeptisch-prüfenden Blick zu uns – ab.

Haare abgeschnitten - vorher - nachher - Kind - Entscheidung

Es ist wirklich gewöhnungsbedürftig, denn sie sieht nun viel älter aus. Und ich fand die alte Frisur auch toll, aber die neue ist eben praktischer für sie und macht sie glücklich. Sie macht sich die Haare zum Großteil selbstständig, es ziept und zerrt nicht ständig irgendwo und – das für sie wichtigste Argument – sie kann die Haare nun problemlos offen tragen.

Tja, mal wieder ein Schritt weiter zum Teeniedasein. Das ganz eigene Styling. Sich abgrenzen. Insbesondere auch vom jüngeren Ich.
Wo das wohl noch hin führen wird? Seufz.

Von | 2013-11-15T20:08:56+00:00 Freitag, 15. November 2013|Kategorien: Kinder, Kinder!|Tags: , , , , |3 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

3 Kommentare

  1. Kati 18. November 2013 um 07:46 Uhr - Antworten

    Aber das sieht doch klasse aus! Viel mehr Form und praktischer ist es sicher auch. Ja, manchmal braucht Frau halt mal eine kleine Veränderung 😉 LG, Kati

  2. Boogiewoogiemädchen 18. November 2013 um 17:08 Uhr - Antworten

    Mir gefällt es sehr gut. Die Haare haben eine schönere Form und sind auch sicherlich leichter kämmbar und lassen sich schneller trocknen. In ihrem Alter habe ich mir die hüftlangen Haare auch schneiden lassen. 15 Jahre später sind sie wieder lang und heißgeliebt. 🙂

  3. Pamela 23. November 2013 um 22:39 Uhr - Antworten

    Ja, das war ein mutiger Schritt von deiner Maus – aber es hat sich gelohnt. 🙂

Hinterlassen Sie einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: