Wenn der Liebste Schichtdienst hat.

\Wenn der Liebste Schichtdienst hat.

Wenn der Liebste Schichtdienst hat.

Seit Beginn der Semesterferien macht der Liebste wieder Schichtdienst. Das bedeutet, dass er die 7 Wochen durchweg arbeitet. Geplant war eigentlich nur und ausschließlich Nachtschicht, weil sich das bei uns am besten in den Alltag integrieren lässt. So können wir uns das Auto teilen und er muss nicht mit dem Motorrad fahren. Außerdem schläft er dann in der Zeit, in der wir in der Schule sind und wir können den Rest des Alltags gemeinsam schmeißen.
Diese Woche klappte das dann nicht (gnah!) und er bekam die Spätschicht aufgedrückt. Von 15.00 bis 0.00 Uhr. Donnerstag und heute dann von 14.00 bis 22.00 Uhr. Weil sich dann doch was verschob.
Spätschicht bedeutet für mich…

  • …dass ich nicht zum Sport kann.
  • …dass ich die gesamte Woche essenstechnisch gut durchplanen muss.
  • …dass ich nach der Schule immer zügig Zuhause sein muss, um noch kochen zu können.
  • …dass auch das Kind zum Mittagessen nicht in den Hort möchte.
  • …dass ich das Einkaufen irgendwo zwischen Schule und kochen quetschen muss.
  • …dass ich den gesamten Alltag alleine wuppen muss.

Und heute sank meine Laune dann ganz tief. Ungefähr auf Höllenniveau. Vielleicht auch ein bisschen tiefer. Weil der schulische Alltag sowieso schon anstrengend ist und es Zuhause dann einfach weiter geht. Weil das Kind den Mann vermisst und ich ihr trölftausend Mal erklären muss, dass das jetzt halt so ist und anders nicht geht. Weil ich seit einiger Zeit nichts für die Schule tun konnte, am Freitag aber die 1. Klausur im Bio-LK schreibe. Weil der Haushalt aktuell aussieht, als wäre hier eine Bombe eingeschlagen. Oder zwei. Oder drei. Weil das Kind den halben Tag auf Achse ist, ihr Zeug aber überall einfach fallen lässt. Weil die Kontrolle der Hausaufgaben immer wieder zu Dramen führt, da das Kind keine Lust auf Korrekturen hat und von vornherein sorgsames Arbeiten auch nicht in Frage kommt.
Weil ich jetzt einfach mal schlechte Laune haben darf. So.

(Und Morgen ist ein neuer Tag.)

Von | 2014-03-14T18:30:52+00:00 Freitag, 14. März 2014|Kategorien: IchIchIch, Seelentherapie|Tags: , , , |5 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

5 Kommentare

  1. Herzmutter 14. März 2014 um 18:43 Uhr - Antworten

    Wow klingt echt hart… da darfst du echt schlechte Laune haben. Alleinerziehend mit Mann und Kind und so… mein Freund hat auch Schichtdienst, er ist in der Heimerziehung. Meistens heißt das Spätdienst und wenn ich morgens arbeite geben wir uns die Klinke in die Hand und er kommt gegen 23h wieder. Ich hab da auch sowas von keinen Bock drauf zumal die Wochenenden auch am Arxxx sind weil es ja auch meistens mehr als zwei im Monat sind… echt fies. Ich fühle mit dir! Beste Grüße, Janina

    • Alltagsheldin 14. März 2014 um 21:45 Uhr - Antworten

      Ohje, ja, Heimerziehung… Das klingt auch fies. Die Arbeitszeiten da kenne ich und weiß, wie die Dienste da sind. Wirklich familienfreundlich ist der Job ja nicht. 🙁

  2. Frl. Null.Zwo 14. März 2014 um 20:09 Uhr - Antworten

    Darfst Du!
    Und musst Du!
    Kannst Du mit der Tochtet keinen Deal machen a la „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ?
    Für mich war es immer selbstverständlich, dass Hausaufgaben wichtig sind und aufschieben/ nicht machen kam mir zumindest in der Grundschule nie in den Sinn. Andererseits sieht sie ja an Mama, wie die es macht…

    Wie lang geht det Job bzw. Die eine doofe Schicht noch? Kann ja nicht mehr sooo lange sein.
    Das packst Du doch!
    Und dann gibt’s halt eben mal nur Nudeln mit Tomatensosse… so what?
    😉

    Dicken Drücker und ein tolles Wochenende!!!

    • Alltagsheldin 14. März 2014 um 21:50 Uhr - Antworten

      Danke Liebes 🙂
      Mhm naja, die Deals laufen ja. An sich. Aber dann hat die Freundin wieder nur an dem einen Tag Zeit und es muss jetztsofortaufderStelle sein. Jegliche Diskussion ist dann an sich recht sinnlos, sie wird dann nur grantig. Dann macht sie die Dinge, lässt aber die Hälfte doch liegen oder räumt sie einfach woanders hin (Bspl. Bücher auf der Treppe nach oben. Sollen ins Bücherregal. Sie räumt sie auf die erste Stufe oben. „Sie sind ja weg.“ Ende. Hmpf.)
      Bei mir bekommt sie Hausaufgaben etc. sowieso meist nicht mit, weil ich sowas immer abends mache, wenn möglich. Und halt an den Wochenenden dann.
      Es ist nun ein Ende in Sicht. Erstmal. Ab Sonntag steht wieder Nachtschicht auf dem Plan. Für die nächsten 2 Wochen. Wenn es nicht wieder verbummelt wird, dann auch noch für die restlichen 2 Wochen.

      Nudeln mit Tomatensoße… ähem… ja… an sich gerne (wird auch gern gegessen), aber dann ist da wieder der Perfektionismus, der verlangt, dass ich jeden Tag was neues koche. Grad jetzt, in der Vegetarisch-Phase. Ist vielleicht ein arg hoher Anspruch, den ich ein miniminibisschen runterschrauben sollte. Seufz.

      Danke für die lieben Worte. :kiss:

  3. […] ich das nicht so wirklich genießen, obwohl ich zumeist nur kurz Schule hatte, denn die Woche war sehr stressig und ich bin froh, dass sie vorbei ist. Nun ist zwar das Wetter wieder bescheiden, doch der Liebste […]

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