6 Stunden später: Ich habe genäht!

\6 Stunden später: Ich habe genäht!

6 Stunden später: Ich habe genäht!

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich für das Heldenbaby unbedingt nähen möchte. Leider brauchte es ein ganzes Weilchen, bis ich es nun endlich auch umsetzen konnte. Irgendwie fehlte immer die Zeit. Oder die Lust.
Heute Vormittag tat sich aber ganz unvorhergesehen ein Zeitfenster auf und ich hab einfach mal die Maschine entstaubt, ein paar Stoffe aus dem Keller geholt und meine Schnittmustersammlung durchgesehen. Schnell entschied ich mich für Frida. Dann fiel mir noch ein, dass ich doch einen Pucksack für das Baby nähen wollte und druckte auch das Schnittmuster für den Kuschelsack aus. Für den Kuschelsack braucht man sicherlich nicht unbedingt ein Schnittmuster, da das ja eigentlich quasi selbsterklärend ist. Mir half es aber, da ich doch noch arg unsicher darin bin.

Ich wollte fröhliche, knallige Farben, musste aber schnell feststellen, dass ich viele Stoffe in blautönen da hab, aber nichts wirklich knalliges wie orange oder gelb. Schade! Da werde ich wohl nochmal shoppen müssen. 😉
Für das Ausdrucken, Zusammenkleben und Ausschneiden der Schnittmuster, sowie das Vorbereiten des Arbeitsplatzes habe ich sage und schreibe 4 Stunden gebraucht! Wahnsinn! Es kamen aber auch immer wieder blöde Schwierigkeiten auf. Dinge wie „Finde den Kleber„, „Wo ist die Schneiderkreide?“ und „Habe ich den Stoff schon gewaschen?“ machten das Ganze ein wenig mühselig. Doch irgendwann war alles zusammengeklebt und bereit.
Ich suchte mir für den Pucksack Jersey in Uni-Türkis und einen mit Sternen aus. Dann musste ich aber feststellen, dass auf das Reststück des unifarbenden Stoffes kein doppelter Kuschelsack passt. Also disponierte ich kurzerhand um und nähte einen einlagigen Sack. Ist vielleicht gar nicht so verkehrt, da das Baby ja ein Sommerbaby ist und gar nicht unbedingt einen dicken Pucksack braucht, eher was dünnes zum drüber ziehen.
Da der Kuschelsack in der Anleitung so einfach zu Nähen schien, begann ich dann auch mit ihm. Tja. So einfach war das aber gar nicht. Im Endeffekt hatte ich mit dem Bündchen ganz schön zu kämpfen. Beim Nähen selbst habe ich es zu lasch gedehnt und hab am Ende eben eine sehr krisselige Seite. Außerdem hab ich die Mitte nicht korrekt aufgesetzt. Eigentlich wollte ich die Naht ganz seitlich anbringen, damit das Baby nicht darauf liegt und weiß gar nicht, wieso ich das nicht gemacht habe.
Dennoch bin ich ganz zufrieden mit dem Säckchen und werde mich sicherlich an einem weiteren versuchen. Der wird dann auch besser!

Kuschelsack - Türkis Uni - Sterne - Pucksack - selbstgenäht

Die Hose fand ich hingegen viel weniger fummelig und kam mit dem Schnittmuster super zurecht. Ursprünglich wollte ich hier die Schrittnaht weglassen und das Voder- und Hinterteil jeweils in einem Stück zuschneiden, aber das passte dann irgendwie nicht so recht und bevor ich es versaue, habe ich mich lieber an das Muster gehalten. Die nächste Hose wird dann etwas freier. 😉
Hier sieht man aber auf den Detailfotos, dass sich ein paar Fehler eingeschlichen haben. So sieht man das Garn doch recht deutlich. Ich denke, dass das an der Stichlänge liegt, die ich wählte? Ich glaube da war ich ein wenig zu großzügig.
Ansonsten habe ich mir die Hose ein wenig ballonförmiger vorgestellt, habe aber wohl selbst ein wenig zu gerade genäht.

Hose für Babys - Frida - lila gepunktet - Knickerbocker

Insgesamt bin ich aber schon ziemlich zufrieden. Es sind zwar einige Fehler zu sehen, aber ich hab die Nähmaschine jetzt auch wieder 1,5 Jahre nicht angerührt – da kann ja gar keine Übung oder Routine aufkommen. Froh war ich, dass ich diesmal mit den Einstellungen soweit zurecht kam und die Maschine wunderbar nähte, ohne Zickereien. Das hatte mich bei den letzten Versuchen ja sehr aus dem Konzept gebracht.
Was unbedingt her muss: Ordentliche Schneiderkreide in unterschiedlichen Farben (am besten als Stift), ein Rollschneider und eine Schneidunterlage. Mit der Schere brauche ich unheimlich lange und ärgere mich dann einfach zu viel, sodass der Spaß flöten geht.
Stoffe brauche ich natürlich auch ganz viele, aber da muss ich auch erst noch ein bisschen was wegnähen. Knöpfe und so Kram fehlt mir auch noch, dann hätte ich heute Halstücher zum Beispiel noch nähen können.

Spaß macht das ganze schon ganz schön, nur leider ist das mit riesen Babybauch auch gar nicht mehr so einfach. War ja klar: Irgendwas ist immer!

Von | 2015-04-22T19:41:16+00:00 Mittwoch, 22. April 2015|Kategorien: Selfmade|Tags: , |3 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

3 Kommentare

  1. […] Dort gibt es eine Fotografin und das würde ich gerne nutzen. Ursprünglich wollte ich dafür selbst etwas nähen, fürchte aber, dass das nichts mehr wird. Sehr schade. | Heute waren wir – das erste Mal, […]

  2. […] meinen letzten Nähversuchen (1 & 2) ist schon wieder ein Weilchen vergangen. Zum Glück aber nicht ganz so viel, als dass ich […]

  3. […]Einen Kuschelsack für Lotte nämlich. Ich hab ja damals schon in der Schwangerschaft einen genäht und den haben wir wirklich lange im Einsatz gehabt.[…]

Hinterlassen Sie einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: