geimpft

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Heute Vormittag hatten wir den Termin zur 1. Impfung des Heldenmädchens. Zuvor war mir ein wenig mulmig zumute, weil ich weiß, dass Kinder sehr unterschiedlich darauf reagieren können. Manche sind unruhig, bekommen Fieber oder sind sehr anhänglich. Andere haben wieder gar nichts. Kleine Individuen eben. 😉
Die Kinderarztpraxis liegt in der Kreiselstadt. Gefühlt ist dort alle 100 Meter einer. Und ich hasse es, dort hin zu fahren. Nicht wegen der Kreisel, wohl aber wegen der schlechten Parkplatzsituation. Wir hatten heute mal Glück und ergatterten einen unweit der Praxis. Trotzdem mussten wir einige hundert Meter laufen und ich stellte wieder fest, wie schwer so eine Babyschale samt Baby auf Dauer ist. Puuuh. Den Kinderwagen zu nehmen hätte sich aber auch nicht gelohnt. Das Monstrum aus- und einladen, das ist auch nicht lustig.
Mittlerweile mag ich die Praxis ein wenig mehr, als das anfangs der Fall war. Das erste Mal war ich vor 3 oder 4 Jahren mit der Großen zur Impfung dort. Es rauschte ein Arzt rein, schaute kurz was gemacht werden muss, verpasste ihr die Impfung und war schon wieder weg. Keine Vorstellung, nichts. Die Große war bedient. Ich auch. Zum Glück musste sie lange gar nicht mehr hin. Erst kürzlich, als sie eine Entzündung hatte. Und da stellte ich fest, dass dieser Arzt offensichtlich ausgeschieden ist.
Jedenfalls haben wir den Termin bei einer älteren Ärztin gehabt, die ganz lieb scheint. Schon die U3 hat sie gemacht und wir waren sehr zufrieden. (Auch wenn ich die Herzlichkeit unserer Ärztin aus der Bonner Zeit immer noch vermisse. Aber 120km zum Kinderarzt zu fahren ist einfach keine Option. Obwohl ich wirklich überlegt hab. Seufz.)
Die Praxis hat zwei Wartezimmer, was ich persönlich sehr gut finde. So können die ansteckenden Kinder von den gesunden getrennt warten. Ich weiß nämlich gar nicht mehr wie oft die Große nach einer Routineuntersuchung irgendwas fieses mitgenommen hat.
Wir warteten nicht lange. Im Behandlungsraum sollte ich das Mädchen ausziehen. Nachdem die MFA weg war, hab ich erstmal das Fenster geschlossen. Sowas hätte ich mich früher ja nie getraut. Aber ich hätte das Mädchen auch nicht da ausziehen können, so wie es da gezogen hat.
Nachdem sie abgehört wurde, die Ärztin ihr in die Ohren und den Hals schaute, ging es an die Impfung. Die Schluckimpfung hat sie gut mitgemacht. Auch den Pieks in den linken Oberschenkel. Beim zweiten Pieks auf der anderen Seite fing sie an zu kreischen. Mein armes Baby! Das tat mir so unglaublich leid! Ich hätte es ihr gern abgenommen. Sie weiß ja gar nicht, was los ist und plötzlich tut es weh. 🙁
Zum Glück ließ sie sich aber schnell wieder beruhigen, die Impfung war vergessen und sie konnte wieder strahlen. ♥

Die Auswirkungen habe ich dann Zuhause ein wenig zu spüren bekommen. Von der Großen kannte ich sowas nicht, bei ihr war danach immer alles wie immer. Das Mädchen ist schon den ganzen Tag ganz niggelig, motzt viel und hat leicht erhöhte Temperatur. Sie ist zwar sehr müde, findet aber schlecht in den Schlaf und kann alleine liegend gar nicht schlafen bzw. wird nach kurzer Zeit wieder wach und braucht Kuscheleinheiten. Da ist ihre Schwierigkeit mit dem Schnuller auch wieder unpraktisch, weil sie unbedingt saugen möchte, das Ding aber alle paar Minuten wieder verliert. Seufz.
Blöd, dass sie so reagiert und sich offensichtlich unwohl fühlt. Ich hoffe, der Spuk ist in ein paar Tagen vorbei und es geht ihr wieder besser. Zumal sie grad erst den letzten Schub hinter sich gebracht hat und ein wenig zur Ruhe fand.
Und btw.: Bei der Nachsorgeuntersuchung hat meine Frauenärztin nach meinem Impfschutz gefragt, den es quasi gar nicht gibt. Zumindest hab ich keinen Impfausweis mehr gehabt. Kurzerhand hab ich mich gleich impfen lassen, sonst vergesse ich das nur wieder.

Von | 2015-07-21T20:32:57+00:00 Dienstag, 21. Juli 2015|Kategorien: Kinder, Kinder!|Tags: , , , |0 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

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