6 Monate Heldenmädchen

\6 Monate Heldenmädchen

6 Monate Heldenmädchen

Ein halbes Jahr zu viert. Ein halbes Jahr Babymädchen. Ein halbes Jahr Babymädchenmama. Ein halbes Jahr voller Liebe, voller Babylachen und Glück. Voller Babyduft, kuscheln,  und Tränen der Rührung. Ebenso aber auch voller Nörgeleien, voller anstrengender Tage, Abende und Nächte. Voller An-die-eigenen-Grenzen-kommen.
Ich bin so dankbar für dieses kleine Mädchen, das unser Leben so auf den Kopf gestellt hat. Das es bereichert und uns immer wieder zeigt, wie wundervoll es ist, ein Kind zu bekommen und es bei seiner Entwicklung zu beobachten und zu unterstützen. Mein kleines Babymädchen, ich – wir – lieben Dich so sehr und wollen keinen einzigen der wundervollen Momente mit Dir missen. Du bist unglaublich. ♥

6 Monate Heldenmädchen - Rückblick

Arzttermine: Anfang November waren wir beim Dorfhausarzt, weil das Mädchen eine Bindehautentzündung hatte, die ist aber nun wieder weg.
Schlafen:
 Das Schlafen ist nach wie vor weitestgehend kein Problem. Die Nacht schläft sie recht zuverlässig durch, einige Ausnahmen gibt es aber immer mal wieder. Dann wird sie schon gegen 3 oder 4 Uhr wach und hat Hunger, schläft danach aber gut wieder ein. Tagsüber ist es manchmal schwierig den richtigen Moment abzupassen. Ist es zu früh oder zu spät, hat sie große Schwierigkeiten in den Schlaf zu kommen. Abends kommt sie unterschiedlich gut zur Ruhe. Wenn der Tag sehr turbulent war, hat sie auch hier so ihre Probleme.
Rhythmus: Der Rhythmus mit den Vormittags-, Mittags-, Nachmittagsschläfchen und dem Nachtschlaf ist an sich weiterhin recht fix. Manchmal lässt sie auch das ein oder andere Schläfchen ausfallen, ist dann aber entsprechend unleidlich.
Essen: An den Mahlzeiten hat sich ebenfalls nichts verändert: 4-5 Mahlzeiten für insgesamt etwa 700-800 ml Milch. In diesem Monat haben wir ihr mal Kartoffeln, Nudeln und Brot als Fingerfood angeboten, aber das Ergebnis war jedes Mal ein angewidert dreinschauendes und stark würgendes Baby. Erst dachte ich, ihr sei feste Nahrung vielleicht nichts, aber auch Brei verschmähte sie. Wir warten dann wohl noch ein wenig…
Schnullern: Der Daumen ist die Nr. 1, der Schnuller bleibt ein Spielzeug. Ohne Daumen findet sie aber gar nicht in den Schlaf. Zum Beispiel in der Babyschale ist es immer sehr schwierig.
Unterwegs: Im letzten Monat hatte ich das Tragetuch ein paar Mal im Einsatz, das Mädchen ist aber nicht so der Mega-Fan. Dafür ist sie einfach viel zu neugierig. Außerdem scheint es ihr zu eng (?) zu sein, denn sobald ich sie eingebunden habe, versucht sie sich mit aller Macht weg zu drücken. Dabei merke ich immer, dass ich sie gar nicht fest genug drin hab und müsste eigentlich nochmal nachjustieren. Im Kinderwagen hingegen ist sie wirklich gerne. Bei der Babyschale ist sie sich selbst nicht sicher, glaube ich. Manchmal ist alles super, an anderen Tagen wieder eine Katastrophe. Generell ist die halb sitzende Position momentan eher suboptimal, da sie sich immer versucht vollständig hinzusetzen und das durch die Gurte nicht geht. Das Ergebnis ist ein wütendes Baby.
Bauchwehstatus: Alles im grünen Bereich!
Weinen: Das Mädchen weint zwar nur, wenn wirklich was ist, aber eigentlich nörgelt sie den ganzen Tag. Zum Einen muss immer zwingend jemand bei ihr sein, zum Anderen ist sie jetzt im Schub auch wieder sehr unzufrieden gewesen, weil sie vorwärts kommen will, es aber nicht klappen mag.
Geräusche: Im letzten Monat hat sich die Sprache des Mädchens sehr verändert. Sie ist zwar zumeist am Nörgeln gewesen, kann aber auch anders. Wenn sie z.B. grad aufgewacht ist und auf sich aufmerksam machen möchte, brabbelt sie vor sich hin, kreischt und „ruft“.
Motorik: In den letzten 2 Wochen haben wir ständig zu spüren bekommen, wie unzufrieden das Mädchen mit dem Nicht-voran-kommen ist. Wenn sie sich auf den Bauch gedreht hat, versucht sie vorwärts zu kommen. Dann wippt sie mit dem ganzen Körper hin und her, bekommt sich schon mal auf die Knie gehievt oder streckt die Arme durch und stützt sich ab. Beides gleichzeitig schafft sie aber nicht. Vor ein paar Tagen hat sie sich nachmittags das erste Mal vom Bauch auf den Rücken gedreht und sich dann den ganzen restlichen Tag durch die Gegend gerollt. Seitdem aber nicht wieder. Um die eigene Achse dreht sie sich aber nun zuverlässig und erreicht so auch Spielzeug, das auf der anderen Seite liegt. / Wenn das Mädchen hoch genommen werden möchte, geht sie in die Schulterbrücke und hebt sich so immer wieder an, wenn es zu lange dauert dann auch recht wütend. / Ansonsten möchte sie immer wieder sitzen. In der Wippe und in der Babyschale versucht sie immer sich nach vorne aufzusetzen. Haben wir sie auf dem Schoß und angelehnt (halb liegende Position), so setzt sie sich direkt richtig hin. / Ihre Füße hat sie nun auch für sich entdeckt. Seitdem rupft sie sich regelmäßig die Socken von den Füßen und lutscht am großen Zeh. Sie vernünftig zu wickeln ist daher eine kleine Herausforderung geworden. Zumal sie sich auch immer wieder wegdreht, wenn man mal kurz nicht aufpasst.
Baden: Mittlerweile baden wir das Mädchen zweimal wöchentlich in der großen Wanne. Ich hab zwar eine Babybadewannenliege besorgt, die war aber hoffnungslos zu klein und sie lag sehr unbequem da drauf. Daher halte ich sie weiterhin selbst. Ein Bad dauert etwa 10 bis 15 Minuten und wird immer in vollen Zügen genossen.
Haut: Hier und da bekommt sie trockene Haut, weshalb wir beim Baden nun das Calendula-Creme-Bad von We*leda nutzen. Die Kopfhaut ist immer noch sehr trocken und schuppig. Zwar bringt das Ölen etwas, leider aber nur temporär.
Zahnstatus: Schon seit einem Weilchen habe ich das Gefühl, dass der ein oder andere Zahn unterwegs ist, bisher ist aber noch nichts durchgebrochen. Dafür sabbert sie aber extrem viel und schiebt sich alles immer an die rechte Seite, um drauf herum zu kauen. Dort scheint mir das Zahnfleisch um den Eckzahn herum angeschwollen zu sein. Ich bin mal gespannt, wann der erste zu sehen sein wird!
aussortiert: 68 hat zu großen Teilen den Kleiderschrank verlassen müssen. Vieles ist zu eng oder zu kurz geworden. Eigentlich hatte ich das Gefühl, dass 74 noch meilenweit zu groß ist, musste mich da aber eines besseren belehren lassen als ich es ausprobierte. / Nachts nutzen wir wieder BabyD*y, tagsüber ActiveF*t, allerdings in der Größe 4.
Top: Angepustet werden, „Fliegen“, vorgesungen bekommen, den Hund (und generell Haare) streicheln (und rupfen!), über die Nase gestreichelt werden, sitzen,
Flop: Auf dem Bauch liegen, nicht vorwärts kommen,
Spitznamen: Namensabwandlungen.

Mamasein: Momentan hadere ich doch sehr damit, dass ich das Mädchen so wenig sehe und einiges verpasse. Der neue Alltag ist recht voll, zwar habe ich auch einige Tage in der Woche, an denen wir viel Zeit miteinander verbringen, aber ich habe das Gefühl dass das total wenig ist. Auf der anderen Seite liebe ich die Vorlesungen und sauge alles auf wie ein Schwamm. Es ist kompliziert.

Von | 2015-11-15T10:34:29+00:00 Sonntag, 15. November 2015|Kategorien: Kinder, Kinder!|Tags: , , , , |3 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

3 Kommentare

  1. Sari 16. November 2015 um 12:20 Uhr - Antworten

    Ist echt schon ein halbes Jahr rum???? Weia!

  2. Nina 17. November 2015 um 14:42 Uhr - Antworten

    Die Zeit rennt! Ist sie nicht gerade erst zur Welt gekommen?
    Happy 6 Montas-Burzeltag. LG Nina

  3. Silvia 20. Dezember 2015 um 17:53 Uhr - Antworten

    Ein Sehr Schöner Artikel hat mir gut gefallen, Sehr interessant besonders wenn man ein Kind im Gleichen Alter hat.

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