So’n (Uni-)Alltag (mit Baby).

\So’n (Uni-)Alltag (mit Baby).

So’n (Uni-)Alltag (mit Baby).

Wenn sich die Woche dem Ende neigt, freue ich mich immer auf das Wochenende. Und wenn das vorbei ist, wäre ich bereit für das nächste – kennt jeder, hm?
Montag Morgen hab ich die Abwesenheit des Mannes genutzt und den Haushalt wieder auf Vordermann gebracht. Nebenbei versuchte ich das Baby zu überreden etwas länger wach zu bleiben und dafür ausgedehnter zu schlafen. Nach ihren kurzen Schläfchen ist sie immer nur für höchstens eine Stunde fit und dann 1,5 bis 2 Stunden nörgelig und müde, bis sie endlich das Level zum Einschlafen erreicht hat. Geklappt hat das nur teilweise, denn das 2. Schläfchen beendete sie dennoch nach nur 20 Minuten und war den Rest des Tages dann einfach nur noch mies drauf. Mäh. Trotzdem bin ich mit ihr in die große Stadt gefahren. Es nervt mich selbst ein wenig, dass ich mit ihr so wenig unterwegs bin, weil ich mich von ihren Launen oft so einschüchtern lasse. Und siehe da: Es hat eine ganze Weile gut geklappt. Das Mädchen hat fröhlich im Kinderwagen herum gegrinst, ist dann sogar eingeschlafen und ich hab einiges erledigen können. Ein paar Klamotten und Buchgeschenke für die Große, Winterschuhe für mich und auch die Geschenke für Miss BamBam und eine liebe Freundin sind teilweise soweit abgehakt. Yay! Die Große hatte lange Schule, sodass mir auch noch ein Teil des Nachmittags zur Verfügung stand, aber das Mädchen zeigte irgendwann ihren Unmut und ich musste den Kauf der Adventskalenderfüllsel abbrechen. Aber immerhin. Abends hatte die Große turnen, wo ich sie abholte.
Am Dienstag hatte ich von 8 bis 16 Uhr Uni. Schon morgens war ich wahnsinnig spät dran, kam prompt zu spät zum Seminar, obwohl (oder gerade weil?) ich extra das Auto genommen hab. Geldbörse Zuhause vergessen, obwohl noch ein kleiner Einkauf für das 2. Seminar anstand, Tank auch auf Reserve und höchstens ~25 km Fahrt möglich. Gestresstes, aber sparsames, nach Hause Rasen, Geldbörse holen, tanken, einkaufen und an die Uni hetzen. Die Vorlesung die dazwischen liegt hab ich nun regelmäßig gestrichen, weil der Professor Folien vorliest und ich des Lesens durchaus selbst mächtig bin. An den anderen Dienstagen möchte ich mich die 4 Std. hinsetzen und an meinen Hausarbeiten arbeiten. Selbst wenn der Mann Zuhause ist, kann ich nur schwer abschalten und mich darauf konzentrieren, stattdessen höre ich das Mädchen und bin abgelenkt. So komme ich doch hoffentlich schneller voran. Die Methodenvorstellung am Nachmittag jedenfalls lief ganz gut, obwohl ich mich hätte wirklich besser vorbereiten müssen und die (erste) Studienleistung ist erbracht. Yay!
Der Mittwoch ist mein Hass-Tag. Er ist aber auch der am besten eingespielte und durchgeplante Tag und verlief ziemlich reibungslos. Auch hier hab ich die Abendvorlesung für mich gestrichen. In Familienrecht sollen wir ein Buch lesen und durcharbeiten. In der Vorlesung werden lediglich Fragen beantwortet und – sorry – ich hab keine eigenen und verdrehe regelmäßig die Augen ob der der Komilitonen. Da muss ich dem Mann und mir den Abendstress nicht für antun. So muss er nicht früher gehen und kann sein Praktikum voll nutzen.
Nervig ist Mittwochs und Donnerstags halt, dass der Zeitplan am Vormittag eingehalten werden muss. Wenn ich um 12 Uhr Schluss habe und der Mann mir das Baby übergibt, muss ich schnell nach Hause. Hat das Mädchen aber noch Hunger und ich muss sie vor Ort füttern, gerät der Plan aus den Fugen: Komme ich später los, bin ich später Zuhause, fange zu spät mit dem Kochen an und das Essen ist zu spät fertig. Dann isst die Große spät und kann vor dem Turnen keine Hausaufgaben mehr machen, was aber nicht geht, weil sie einiges direkt wieder am nächsten Tag hat. Und wenn sie um 18.30 Uhr wieder Zuhause ist, ist es dafür auch zu spät. Also muss alles passen.

Uni-Alltag - Fotos

Letztes Wochenende war schon der erste Advent, aber – ich bin mal ganz ehrlich – so richtig in Weihnachtsstimmung bin ich immer noch nicht. Den (halben!) Adventskalender der Großen habe ich erst gestern fertig gestellt, den des Mannes plane ich für das Wochenende ein. Dekoriert ist hier noch immer nichts und die 1. Kerze haben wir erst am Dienstag angezündet.
Die Tage und Wochen rasen jetzt aber auch nur so an mir vorbei und ich schrecke beim Blick in den Kalender immer wieder hoch und staune, wie weit das Jahr schon wieder fortgeschritten ist.
Letztes Wochenende hab ich endlich damit begonnen Literatur für meine 1. (kleine) Hausarbeit zu sichten. Dank Dori (♥) hab ich mehr Bücher zur Verfügung, als die Uni-Bibliothek her gibt und hab auch schon eines fast durch. Eine genaue Fragestellung hab ich aber immer noch nicht ausgearbeitet. Montessori-Pädagogik hat so viele Facetten und interessante Sichtweisen, da weiß ich gar nicht, wie und wo ich anfangen soll! Mitte Dezember sollte ich aber eine erste Gliederung und möglichst viel zur ersten Ansicht abgeben. Zu dem Zeitpunkt wollte ich dann auch mit der Arbeit an der 2. (großen) Hausarbeit beginnen. Hier habe ich mich für Partizipation in der Heimerziehung entschieden, weiß aber auch an dieser Stelle noch nicht, welche Frage genau ich behandeln möchte. Wie Kinder und Jugendliche eingebunden werden können? Ihre Eltern? Weitere Familie? Oder der Blick auf das Hilfeplangespräch und wie die Menschen dort besser zur Mitarbeit angeregt werden können? Finde ich alles interessant!
Dann müsste ich mich auch noch um einen Praktikumsplatz kümmern, vorher aber den Mann lange genug und in Ruhe sehen, damit wir sein nächstes Praktikum und unsere Urlaubspläne 2016 abstimmten können. Weil: Wir haben der Großen da was versprochen und ich möchte das nicht (wieder) canceln müssen!

Ich hoffe jetzt einfach mal, in der kommenden Woche noch dekorieren zu können. Sonntag vielleicht? Mal sehen.

Von | 2015-12-03T21:35:13+00:00 Donnerstag, 3. Dezember 2015|Kategorien: Familienalltag|Tags: , , , , , , , , |0 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

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