KiTa-Eingewöhnung U3 | 5. & 6. Woche – nahezu angekommen

\KiTa-Eingewöhnung U3 | 5. & 6. Woche – nahezu angekommen

KiTa-Eingewöhnung U3 | 5. & 6. Woche – nahezu angekommen

(Vor)Letzte Woche war die Eingewöhnung noch sehr durchwachsen. Mal klappte es ganz ohne Tränen, mal nicht.
Die 5. Woche der Eingewöhnung fand nicht statt. Lotte hatte sich erkältet, schlief schlecht und sollte sich erholen können. An sich hatte sie nur Schnupfen, da sie aber so verschleimt war, musste sie auch viel husten. Tagsüber hing sie oft durch, daher war die Pause ganz gut für sie. Auch wenn ich mir Sorgen machte, ob sie nach über einer Woche Pause überhaupt noch hingehen mag. Bis zum 3. Oktober hatte das Kinderhaus geschlossen bzw. war Lotte für den Brückentag in der Not-Betreuung nicht angemeldet.

Eingewöhnung Tag 22 – „Hoite NICH Kindahaus!“

Als ich Lotte beim Frühstück sagte, dass sie gleich zum Kinderhaus los müssten, sagte sie direkt „Hoite NICH Kindahaus!“ – uff, da war ich erstmal baff, weil sie das so vehement noch nie gesagt hat. Aber als ich sie fragte, ob sie lieber nochmal zuhause bleiben würde, meinte sie direkt, dass sie doch hin und dort spielen will. Immerhin.

Am Abend zuvor hatte ich ihr eine Hose genäht, wie sie sie sich wünschte und so machte sie beim Anziehen [diesmal] gut mit.
Im Kinderhaus wollte sie sich vom Mann nicht so recht lösen und weinte kurz, bis er verschwunden war. Beim Abholen war sie aber bestens drauf und machte riesiges Theater, weil sie nicht mit nach Hause wollte.

Eingewöhnung Tag 23 – „Ich muss noch abeitn!“

Morgens war Lotte heute eher schlecht drauf, nichts war ihr recht, aber ins Kinderhaus wollte sie unbedingt. Weil die Kinder dort „pielen“ können! Dahingehend also ein guter Start in den Tag.

Beim Bringen hat sie dem Mann freudig gewunken und ihn verabschiedet, heute ganz ohne Tränen. Die gab es erst am Nachmittag wieder, als er sie abholte. Sie wollte noch bleiben und „abeitn“. Sie war grad dabei Stifte zu sortieren und wollte sie danach noch anspitzen, andere Dinge umsortieren etc.. Auch heute wollte sie nicht mit, keine Schuhe anziehen, keine Jacke. Am Ende hat der Mann sie ohne ins Auto getragen.

Garderobe im Kinderhaus - Eingewöhnung abgeschlossen

Eingewöhnung Tag 24 – „Kinda nibbeln!“

Zum Wochenabschluss war heute Erntedankkochen im Kinderhaus angesagt. Eltern brachten Obst und Gemüse mit, schnibbelten und kochten es gemeinsam. Im Anschluss wurde gemeinsam gegessen und die Kinder, die nicht zur Betreuung angemeldet waren, gingen mit nach Hause.

Lotte schnitt mit dem Mann diverses Obst und Gemüse und hatte viel Spaß dabei. Mir erzählte sie von Birnen, Zucchini und Würstchen, die sie kleingeschnitten hat. Leider landete das Messer auch einmal in ihrem Finger und musste mit einem Pflaster versorgt werden.

Der Mann berichtete von einem anstrengenden Vormittag. Ausnahmezustand im Kinderhaus, viele Eltern da – die Kinder waren entsprechend wibbelig und aufgedreht. Lotte allen voran. Das merkte ich auch ihrer sehr krawalligen Stimmung an, als sie zuhause ankamen.

Eingewöhnung Tag 25 – „Lotte Kindahaus pielen!“

Nach dem Wochenende hatte ich erwartet, dass Lotte beim Bringen wieder weint, aber weit gefehlt. Sie verabschiedete den Mann morgens strahlend, winkte ihm und verschwand dann in der Gruppe. Auch tagsüber war alles bestens, wie immer.

Beim Abholen am Nachmittag wollte sie wieder nicht mit und betonte immer wieder, dass sie noch nicht fertig ist.

Lotte spielt bei der Eingewöhnung im Kinderhaus

Hier endet unser Eingewöhnungstagebuch. Die 7. Woche im Kinderhaus ist zur Hälfte rum, es gab keine Tränen und nur sehr große Vorfreude auf den Tag im Kindergarten. Ich denke, Lotte ist soweit angekommen und eingewöhnt. Auch wenn ihr der Abschied morgens schwer gefallen ist und es sicherlich auch Rückschritte geben wird, hat sie tagsüber Spaß dort, lässt sich von den Erzieherinnen trösten und fragt sie selbstständig Dinge. Sie hat eine Beziehung zu ihnen aufgebaut und darum ging es in den letzten Wochen. ♥

Ich weiß nicht, ob es die Zeit war, die wir ihr gegeben haben, oder ob es daran lag, dass der Mann sie morgens anders aufgefangen hat. In der letzten Woche hat er sie immer getröstet, indem er ihr erklärte, dass auch ihm der Abschied schwer fällt. Er hat ihre Tränen angenommen und sie getröstet. Im Anschluss ließ sie sich auch von der Erzieherin trösten und es war für sie in Ordnung da zu bleiben.

Übrigens ist jetzt – in der 7. Woche – ihre Bezugserzieherin weg. Sie dürfte ca. 2 Wochen fehlen, weil sie gesundheitlich einiges klären muss. Lotte weiß nur, dass Carina weggefahren ist, aber es beschäftigt sie. Sie erklärt jeden Tag, dass Carina nicht da ist, weggefahren ist, aber zurück kommt. Zum Glück hat sie aber mittlerweile auch zu den anderen Erzieherinnen eine gute Bindung aufgebaut, sodass sie damit gut umgehen kann.

Für mich ist es ganz komisch. Ich freue mich einerseits jeden Morgen darauf, dass sie im Kindergarten ist und dort ausgelastet wird, mit den anderen Kindern spielen kann und Neues lernt. Andererseits freue ich mich aber auch auf den Nachmittag, wenn ich sie abholen kann.
Lotte scheint mir in den letzten Wochen gewachsen zu sein. Sowohl körperlich, als auch kognitiv. Sie nimmt sehr viel aus dem Alltag dort mit und ich bin sehr froh, dass sie dort einen Platz bekommen hat. Durch Nina habe ich 3 unterschiedliche Einrichtungen kennen gelernt – unter anderem den 2. Kindergarten hier im Ort – und weiß jetzt, worauf es ankommt. Lottes Kindergarten ist so anders als das, was ich bisher gesehen habe. <3

Von | 2017-10-11T15:41:53+00:00 Mittwoch, 11. Oktober 2017|Kategorien: |, Kinder, Kinder!|Tags: , , , , |0 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

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