11 Monate Jona – neue Zähne, Horrornächte & BLW-Versuche

\11 Monate Jona – neue Zähne, Horrornächte & BLW-Versuche

11 Monate Jona – neue Zähne, Horrornächte & BLW-Versuche

Im 11. Lebensmonat machte Jona vor allen Dingen kognitive Sprünge. Er fremdelt nicht mehr ganz so schlimm, versteht viel und zeigt das auch, zeigt, wenn er etwas spielen möchte und ist sehr stark verkuschelt gewesen. Außerdem bekam er Zähne, auch wenn ich nicht genau weiß, wie viele das nun sind. Entsprechend waren und sind die Nächte ziemlich schlecht, oft ist er mehrere Stunden wach oder halbwach, findet nicht zurück in den Schlaf und krost, motzt oder brüllt.

neue Zähne, Horrornächte & BLW-Versuche

Gefühlt ist im letzten Monat gar nicht so viel passiert, wenn ich mir Jona aber genauer ansehe, dann hat sich doch wieder einiges verändert. Er interagiert nun viel mehr, versteht einiges bzw. reagiert darauf. Er mag es, wenn seine Geräusche wiederholt werden und freut sich dann einen Keks. Außerdem ist er ein großer Kuschelfreund, was vermutlich durch die vielen neuen Zähne und die ständige Schnupfnase kommt. Überhaupt macht es ihm sehr zu schaffen, wenn er die Nase zu hat und das ist in den letzten Wochen und Monaten fast dauerhaft der Fall gewesen. Gefühlt zumindest. Zwar liegt dazwischen immer mal eine Woche ohne, aber dann geht es wieder von vorne los. Das Schicksal der Kindergartengeschwisterkinder.

11 Monate Jona

Schlafen, Essen & Wachphasen

Jonas Aufstehzeit hat sich morgens ein wenig nach vorne verschoben, was ganz praktisch ist. So steht er nun eher zwischen 6 und 7 Uhr auf, manchmal auch erst um 8 Uhr. Oft ist sein Vormittagsschläfchen dann sehr lang und bleibt auch das einzige an dem Tag, womit er mal mehr, mal weniger gut zurecht kommt.

Dafür findet er abends grundsätzlich schwer in den Schlaf und braucht mindestens 1 Stunde Kuschelzeit, bis überhaupt daran zu denken ist, ihn abzulegen. Und dann schläft er auch meistens unruhig, braucht immer wieder Support. Gegen Mitternacht wird er nochmal wach, bekommt eine frische Windel und nochmal eine Milchflasche. Leider ist das dann auch der Zeitpunkt, ab dem er gar nicht mehr zur Ruhe findet. Kuscheln hilft nur temporär, dann will er alleine liegen. Aber schon nach kurzer Zeit rotiert er im Bett, mal kommt er zu mir rüber, dann will er zum Papa, wieder zurück in sein Bett und von vorne. Damit verbringen wir oft 2-3 Stunden der Nacht, was alles in allem sehr anstrengend ist.

Nach wie vor isst er nicht komplett vom Tisch mit und mag Stückchen nur bedingt. Das erstaunt mich immer wieder, weil ich dachte, dass BLW bei jedem Kind geht, wenn man es nur richtig anstellt. Tja… Jedenfalls isst er Brei ganz gut. Pro Mahlzeit ein Gläschen, plus ein bisschen Nachtisch. Auch morgens und abends sitzt er mit am Tisch und bekommt alles angeboten, was auch wir auf dem Teller haben. Die Sachen sind dann zwar durchaus auch gesalzen, aber wir salzen sowieso moderat und abgesehen davon landet auch nur wenig im Baby selbst. Das meiste zermatscht er. Landet doch mal was im Mund, so schüttelt er sich, würgt und spuckt es wieder aus. In der letzten Woche hat sich das aber deutlich gebessert, er isst tatsächlich mal was und es bleibt auch drinnen. Juhu! Mal sehen, wann er dann richtig mitessen kann.

Geräusche, Motorik & Aufmerksamkeit

Als allererstes: Jona setzt sich hin! Wohohooo! Ungefähr in der Mitte des 11. Lebensmonats fing er vermehrt damit an und setzt sich mittlerweile immer mal wieder hin. Aber nicht so extrem, wie ich das von Lotte z. B. kenne. Meist ist er immer noch stehend oder liegend anzutreffen.
An den Möbeln läuft er zuverlässig entlang, neuerdings auch an den Wänden. Oft lässt er auch für ein paar Sekunden ganz los und ist dann erstaunt, dass er alleine steht. Auch versucht er kleinere Abstände zu laufend überwinden, traut sich am Ende aber dann doch nicht und krabbelt lieber rüber. Wenn er doch mal umfällt, landet er meistens auf dem Po oder dreht sich im Fall auf den Bauch. Das ist sehr erleichternd, weil die ständigen Stürze direkt auf den Kopf sehr besorgniserregend waren!

Am allerliebsten aber ist er auf dem Arm. Möglichst nah kuschelnd. Das war in diesem Monat sehr extrem. Er spielt nur kurz auf dem Boden und will dann direkt wieder hoch genommen werden. Manchmal ist es okay mit ihm am Boden zu sein und er spielt weiter. Meist aber muss er hoch genommen und mit ihm durch den Raum spaziert werden. Er guckt sich dann interessiert um, brabbelt und quatscht oder kuschelt sich an.

Ansonsten kamen ein paar weitere neue Features hinzu: Er klatscht in die Hände und möchte, dass „Backe, backe Kuchen…“ gesungen wird, reißt die Hände hoch und erwartet dass „Sooo groß ist Jona!“ gesagt wird. Er weiß, dass Dinge nicht weg sind, nur weil sie verdeckt wurden und deckt sie dann auf, er liebt Musik und beginnt direkt im Takt dazu zu wippen. Überhaupt mag er andere Kinder. Sobald Lotte da ist, klebt er an ihr, was schon mal zu Reibungen führt, weil er alles zerstört, was sie baut, ihr Bücher weg nimmt, etc. . Auch wenn wir Lotte aus dem Kindergarten abholen ist er dort sehr ruhig, schaut sich um, mag es, wenn andere Kinder zu seiner Babyschale kommen und mit ihm sprechen. Selbst wenn sie ihm den Schnuller wegnehmen, grinst er sie freundlich an.

kurz notiert:

  • fremdelt weniger bzw. taut mittlerweile auch auf

  • hat 6 Zähne definitiv, ich vermute auch Zahn 7 und 8 sind da oder fast da

  • mag den Sportaufsatz des Kinderwagens, muss aber in Bewegung bleiben

  • in der Trage schlafen ist nur noch bei völliger Übermüdung drin

  • nach wie vor sehr fröhlich

  • erkundet auch ihm unbekannte Umgebungen gern

  • findet Zähne putzen witzig und liebt Hände waschen

  • große Papa-Liebe und -Vermissung

  • spielt gerne mit dem Holz-LKW, lässt ihn vor und zurück fahren

  • mag Musik und laute Geräusche

  • reagiert auf jedes „Nein“ mit Weinen

  • liebt baden

  • „schreit“ und ruft gern in unterschiedlichen Tonlagen und will „Antworten“

Jona sitzt (halb)

Dreifachmama – läuft

Die Nachmittage und Tage mit den beiden Kleinen alleine sind mittlerweile sehr entspannt. Es hat sich alles gut eingespielt und auch mittelgroße Katastrophen lassen sich gut managen. Selbst wenn Lotte den ganzen Tag zuhause ist und ich mit beiden Kleinen alleine zuhause bin, klappt es gut. Klar, dass nicht immer alles reibungslos läuft, aber wo ist das schon so? Die Hauptsache ist, dass es läuft.

Die beiden Kleinen haben immer wieder unterschiedliche Phasen. Mal gibt es ständig Zoff und ich muss aufpassen, dass Jona nicht umgeschmissen, getreten oder gehauen wird. Und mal sind die zwei ein Herz und eine Seele, Lotte liest ihm vor, reicht den Schnuller, wischt Spucke weg. Alles tagesformabhängig.

Lotte teilt ihre Spielsachen meistens gerne, nur wenn sie mal was baut und Jona ständig alles umwirft oder kaputt macht, ist es schwierig. Zumal er sie sehr anhimmelt und immer genau da sein muss, wo auch sie ist. Ablenken klappt bei ihm fast gar nicht, wenn er einmal etwas fixiert hat, will er es auch haben/dahin. Meistens kann ich aber soweit intervenieren, als dass sie dann eben beide nebeneinander spielen und ich Lottes Bauwerke schütze.

Kürzlich waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in Bonn, was eine längere Fahrt mit sich bringt. Die Hinfahrt war nicht so schön, weil er müde war aber nicht in den Schlaf fand. Dafür hat er die Rückfahrt fast komplett verschlafen. Immerhin. In der Trage schläft er nur schwer ein, weil es zu viel spannendes zu sehen gibt, dafür muss er schon richtig, richtig müde sein.

aussortiert: Er trägt immer noch Größe 74/80, wobei 80 alleine zu groß bzw. zu weit ist. Überhaupt ist der Kleine sehr lang, aber eher schmal. Nachtwindeln nehmen wir nun in Größe 5, das reicht auch aus. Aber er muss zwingend um Mitternacht gewickelt werden, ansonsten hält es nicht.
Spitznamen: Mumpf, Muckelmann, Mucki.

Von | 2017-12-28T13:10:46+00:00 Sonntag, 24. Dezember 2017|Kategorien: |, Kinder, Kinder!|Tags: , , , , |1 Kommentar

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Ein Kommentar

  1. kunterbunt79 28. Dezember 2017 um 16:26 Uhr - Antworten

    oh das ist bei uns schon so lange her

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