• über mein Traumhaus, berührende Tode und Kreativität - #1000FragenAnMichSelbst

Nachdem ich immer noch an der Verordnung zum Datenschutz dran bin, passiert hier im Blog momentan nicht so viel. Und ja, das Thema hängt mir mittlerweile zu beiden Ohren raus und ich hab noch trölftausend andere Dinge, die ich erledigen muss oder musste. Neben meiner eigenen Webseite ist da auch noch die Firmenwebseite meines Schwiegervaters, die DSGVO-Konform angepasst gehört (ich sag‘ nur Google-Maps!), hinzu kam die Webseite von Lottes Kinderhaus, die ich überprüft hab und eine lange Liste mit To-Dos erstellte, die ich aber einfach „abgeben“ konnte. Außerdem hab ich das erste Video meines Lebens erstellt bzw. geschnitten, mich in Adobe InDesign eingearbeitet, um mein Logo aufzuwerten und plane noch einiges mehr. Jaja, langweilig wird es nicht. Nie.

1000 Fragen an mich selbst – über mein Traumhaus, berührende Tode und Kreativität

Die 1000 Fragen entstammen dem Flow Magazin, Johanna von pink-e-pank hat die Aktion ins Leben gerufen und ich nehme (auch wieterhin) gerne Teil.

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?
Ja, schon. Irgendwie. Jeder Mensch hat seinen Sinn, jedes Leben eine tiefere Bedeutung. Aber ob man die selbst findet, das ist eine andere Frage.

242. Bist du nach etwas süchtig?
Ja. Nach Fotos. Momentan habe ich die Kamera zwar nicht mehr ständig in der Hand, schaue aber vor meinem inneren Auge oft durch die Kamera aufs Leben. Ich liebe gute Fotos, den Moment festhalten. Das Leben rauscht nur so vorbei, alles geht rasend schnell, die Kinder wachsen, die Erde dreht sich weiter und ich versuche derweil alles in einem Bild festzuhalten.

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?
Das kann ich gar nicht so explizit sagen. Der Tod meiner Mutter war der erste aus der nahen Familie, der mich traf. Erst gar nicht unmittelbar, aber nach und nach realisierte ich, dass mein Plan, sie mit 18 zu suchen und kennen zu lernen, für immer dahin war. Der nächste war der meines Vaters und obwohl ich viele Tränen vergoss, ging es gar nicht um ihn. Ich realisierte, dass ich nun Vollwaise bin. Mit 18, gerade selbst Mutter geworden. Der Tod meiner Oma war sehr zwiegespalten für mich. Einerseits trauerte ich sehr um sie, andererseits war es Zeit. Sie hatte in den Jahren zuvor körperlich stark abgebaut, erkrankte an Demenz, hatte einen Schlaganfall und war halbseitig gelähmt. Sie wollte nicht mehr und sagte das immer wieder.
Der letzte Mensch aus meiner nahen Familie war mein Bruder. Sein Tod ist 4 Jahre her und hat mich enorm berührt. Er hat sehr viel Mist erlebt, sah unsere Mutter sterben, fand unseren toten Vater zuhause – alles Dinge, die man im Leben nicht braucht. Besonders schlimm ist für mich, dass er seinem Leben selbst ein Ende bereitete. Es gibt Tage, an denen saugt mich dieser Gedanke auf, ich kann nicht klar denken, stelle mir vor, wie seine letzten Tage gewesen sein könnten und werde von unheimlicher Trauer aufgefressen.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?
Test, test.

245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?
Hm. Puuh. So 30% etwa, würde ich sagen. In den letzten Jahren arbeite ich an mir, an vielen Fronten und noch mehr Baustellen. Ich finde mich nicht komplett blöd, aber weiß, dass ich einige Macken habe, die ich an mir nicht mag und ändern möchte. Überhaupt passe ich mir selbst in vielen Punkten einfach nicht und arbeite an diesen Dingen.

das Leben leben - mehr nicht

246. Wann muss man eine Beziehung beenden?
Als ob ich das wüsste. Jede meiner Beziehungen, die ich beendete, beendete ich zu spät. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, sobald das Vertrauen von tiefem Misstrauen ersetzt wird. Ich meine damit keine kleinen Notlügen – wobei ich auch die in einer Beziehung völlig deplatziert finde! -, sondern echtes Misstrauen, das dazu führt, dass das gute Gefühl dem Partner gegenüber abhanden kommt. Dann ist die Beziehung vorbei, auch wenn noch nicht beendet.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?
Sehr.

248.Was würdest du gern gut beherrschen?
Oh, da gibt es einiges. Es gibt so viele Dinge, die ich gern ausprobieren würde. Allem voran wäre ich gerne kreativer und künstlerisch begabter. Ich weiß, dass vieles reine Übung ist und bereue es sehr, mir dahingehend immer selbst im Weg gestanden zu haben.

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?
Ja, auch wenn nur sekundär, weil es die Sorgen nimmt. Aber ja, Geld macht glücklich.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?
Unbedingt! Natürlich ist es hier nicht perfekt, er nicht, ich nicht. Manchmal fliegen die Fetzen, doch meistens harmonieren wir fast erschreckend gut zusammen. Er war meine erste Liebe, so richtig mit Kribbeln im Bauch, Sehnsucht und Küssen bis zum Morgengrauen. Er ist er. DER Mann. Mein Mann. Und ich würde ihn immer wieder an meiner Seite wollen!

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?
Ehrlich gesagt habe ich bisher keinen Sport richtig gemacht. Mal in der Freizeit Inline Skating, Schwimmen oder Badminton – die letzten beiden jeweils im Verein. Aber auch das ist schon lange her. Momentan ist da also keine Sportart, die ich besonders (gut) kann. Aber ich habe mir einige sportlichen Ziele gesetzt, mal sehen, wo mich das hin führt.

252. Heuchelst du häufig Interesse?
Wenn ich weiß, dass mein Gegenüber an dem Thema sehr interessiert ist, dann würge ich ihn nicht ab, nur weil ich überhaupt nichts damit anfangen kann, sondern höre zu, frage nach um das Thema ganz zu erfassen. Ist das Heuchelei?

253. Kannst du gut Geschichten erzählen?
Frei erzählen? Nee, gar nicht. Im Gegenteil, ich bin sogar überdurchschnittlich schlecht darin. Ich bin total schlecht darin, Dinge zu erklären, verhasple mich und dann wird es ganz Wirr.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste?
Meinen Kindern, meinem Mann, meiner angeheirateten Familie, Freunden im besonderen. Aber ich bin generell kein missgünstiger Mensch und gönne jedem Menschen sein Glück.

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?
Ich hab es ja schon weiter oben erwähnt: Ich war nie sonderlich kreativ, weil ich fand, dass ich weder Malen noch Zeichnen kann. Daher hab ich das auch immer weit weggeschoben und nichts ausprobiert. Das bedauere ich heute sehr, weil vieles einfach Übung wäre und ich vielleicht doch etwas könnte. Und wenn nicht, habe ich zumindest Spaß daran und das ist doch eigentlich die Hauptsache.

Kreativität - vielleicht liegt mir das ja doch?!

256. Kannst du dich gut ablenken?
Nein, wenn mein Gedankenkarussell einmal ins Rasen gerät, komme ich da schlecht wieder raus. Dann muss eine Lösung her, um mich wieder ablenken zu können.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?
Momentan in nichts so richtig. Bequem und kaschierend sollte sie sein, viel mehr Ansprüche hab ich grad gar nicht.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?
Dass eins meiner Kinder ernsthaft erkrankt. Natürlich hatte ich immer Sorge davor, dass das passieren könnte, aber ich habe dennoch nicht geglaubt, dass uns das passiert. Krankheiten sind immer so weit weg. Bis das eigene Kind monatelang humpelt, niemand weiß, was es ist und plötzlich Kinderrheuma im Raum steht. Bäm.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?
Ja. Zumindest mal für eine kurze Zeit. Einen Tag, eine Woche, einen Monat – irgendwie so. Mich würde das Leben als Mann interessieren. Die Gefühle und Emotionen, die Gesellschaft, die Sicht auf die Dinge. Ich kann mir viele Dinge einfach überhaupt nicht aus der Sicht eines Mannes vorstellen und würde es daher gern selbst erleben können.

260. Wer nervt dich gelegentlich?
JedeR. Ganz einfach. Alles und jeder nervt mich gelegentlich. Das hat aber oft gar nichts mit meinem Gegenüber zu tun, sondern liegt vielmehr an meiner aktuellen Verfassung. Zu wenig Schlaf, zu viele Sorgen, zu viel Stress, all sowas führt zu allgemeiner Genervtheit und die kann dann jeden und alles treffen, was mich dann nur noch mehr nervt und… ach, lassen wir das. Ich arbeite daran!

261. Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?
Spontan kann ich keine speziellen Themen benennen, da wären vermutlich auch zu viele. Ich mag Themen, die Gesprächsstoff, Diskussionen und Austausch fördern.

262. Kannst du leicht Fehler eingestehen?
Ja und nein. Ich mir selbst gegenüber schon, wenn ich darauf hingewiesen werde – je nach Tonfall – eher nicht.

263. Was möchtest du nie mehr tun?
Mich selbst vergessen, aufgeben. Ich habe es im ersten Schwung der 1000 Fragen schon geschrieben, dass mich die Zeit, in der ich allein erziehend war, sehr forderte, weil ich 24/7 Mama, aber überhaupt nicht mehr Frau war. Das möchte ich nie wieder zulassen, es tat mir nicht gut und auch nicht meiner Beziehung zu meiner Tochter. Heute ist das alles ausgewogen und es geht mir gut. Mit allem. Ich bin gerne Mama, aber eben auch Frau, Studentin, Freundin, Ehefrau…

264. Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?
Positiv-optimistisch.

265. Sagst du immer die Wahrheit?
Eigentlich schon. Ich halte nichts von Lügen, auch nicht von klitzekleinen. Natürlich achte ich dennoch darauf, niemanden zu verletzen oder vor den Kopf zu stoßen.
Ich habe gemerkt, dass es mir nicht gut tut, wenn ich Dinge abnicke oder nicht kommentiere, wenn sie mir nicht gefallen oder ich sie anders sehe. Angefangen bei Kindererziehung, wozu sowieso jedeR eine Meinung hat, bis hin zu persönlichen Themen. Manchmal kommt das nicht gut an, aber meistens ist es eigentlich ok und bringt meinen Gegenüber dazu, meinen Standpunkt zumindest in seine Überlegung mit einzubeziehen.

266. Was bedeutet Musik für dich?
Früher habe ich quasi ständig Musik gehört, darin gelebt. Das hat stark nachgelassen.

267. Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?
Nein.

268. Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?
Es kommt drauf an. Meistens stöhne ich erstmal, wenn es um Teamarbeit geht, weil es Schwierigkeiten mit sich bringt, alles zu koordinieren. Im Grunde kommt es aber auf das Team an. Wenn alle tatsächlich motiviert sind und mitarbeiten, dann mag ich Teamarbeit gerne. Bleibt die Arbeit aber an wenigen oder gar einem hängen, macht es keinen Spaß.

269. Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht?
Dass ich den Kontakt zu meinem Bruder nicht hartnäckiger versucht habe herzustellen bzw. zu halten. Ich bin fest davon überzeugt, dass er dann noch leben würde.

270. Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht?
Ich wüsste keine.

271. Denkst du intensiv genug über das Leben nach?
Ja. Ich denke oft und ausführlich über das Leben nach.

272. Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher?
Leider: Ja.

273. Bist du autoritätsgläubig?
Jein. Ich glaube Autoritäten nicht einfach alles, ohne selbst zu recherchieren. Auf der anderen Seite finde ich es aber auch wichtig anderen Menschen Respekt entgegen zu bringen. Als besonderes Beispiel fallen mir Polizisten, Soldaten, etc. ein, über die ich oft abfällige, ja verachtende Bemerkungen hörte. Das finde ich unmöglich.

274. Bist du gern allein?
Ja, sehr gerne. Schon immer.

275. Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?
In meinem Leben? Einige. In meiner Ehe ist es gemischt. Mal setzt mein Mann seine Interessen durch, mal ich meine.

276. Welchen guten Zweck förderst du?
Nachhaltigkeit versuche ich zu leben. Aber mit einem nicht unbedingt grandiosen finanziellen Budget ist das gar nicht mal so einfach.

277. Wie sieht dein Traumhaus aus?
Davon hab ich schon seit meiner Kindheit ziemlich genaue Vorstellungen, die sich aber in der Realität wohl nicht umsetzen lassen. Ich träume von einem großen, frei stehenden Haus mit riesigem Garten, in dem unbedingt Kirschbäume wachsen, nahezu ohne Nachbarn, die hinein sehen können. 3 Etagen, plus Keller, für jedes Kind ein großes, helles Zimmer, ein riesiges Wohnzimmer mit Blick in den Garten. Auch die Küche hätte große Fenster, wäre hell und böte Platz für die ganze Familie. Überhaupt ist Platz das Stichwort. Viel Platz, Raum für jeden, um sich zurück zu ziehen, ohne andere einzuschränken.

278. Machst du leicht Versprechungen?
Nein, überhaupt nicht. Wenn ich etwas verspreche, dann nur wenn ich davon ausgehe, es auch einhalten zu können.

279. Wie weit gehst du für Geld?
Nicht sehr weit. Ich finde zwar, sekundär macht Geld glücklich, aber ich würde dennoch nicht alles dafür tun. Ich habe meine eigenen moralischen und ethischen Grenzen, die ich niemals übertreten würde.

280. Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?
Ja.

Von |2018-06-17T20:59:06+02:00Montag, 30. April 2018|Kategorien: |, Blogkram, IchIchIch|Tags: , , , |3 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, hat 4 Kinder (16, 6, 4 uns 0 Jahre alt), studiert etwas Soziales, arbeitet sonst in Teilzeit im Kundenservice, ist momentan aber mit dem Baby in Elternzeit. Sie macht gern "was mit Menschen", ist kreativ, fotografiert, näht und eigentlich ist der Tag viel zu kurz, um alles auszuprobieren, was ihr Spaß macht oder machen könnte.

3 Kommentare

  1. Alina 3. Mai 2018 um 22:11 Uhr - Antworten

    Hey Tanja,
    normalerweise bin ich stille Mitleserin (schon echt lange übrigens, aber du gehörst auch zu meinen Lieblingsbloggern), aber ich muss dir mal wieder einen Kommentar dalassen:
    ich lese die 1000 Fragen bei dir immer besonders gerne, deine Antworten erwecken in mir die Vorstellung einer starken, vielseitigen Frau, die schlimme Dinge erleben musste und bewundernswerterweise daran gewachsen ist, statt aufzugeben. Es tut mir sehr Leid um deinen Bruder.
    Alles Liebe ?
    Alina

    • Tanja 7. Mai 2018 um 23:35 Uhr - Antworten

      Vielen Dank für Deinen Kommentar, liebe Alina, ich habe mich sehr gefreut. :)
      Und ganz lieben Dank für Deine Worte, wobei ich mich selbst nie als „stark“ bezeichnen würde. Ich nahm die Dinge immer so, wie sie gekommen sind und habe das beste draus gemacht. Mal mehr, mal weniger erfolgreich – wie das halt so ist.
      Liebe Grüße,
      Tanja

  2. Angelika 15. Mai 2018 um 14:28 Uhr - Antworten

    Die Frage 243 hat mich sehr berührt, sehr schön und ehrlich geschrieben. Liebe Grüße aus dem derzeit sonnigen Westen.

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Kurz vorgestellt:

das Leben leben - mehr nicht

Hi, mein Name ist Tanja. Ich bin 35 Jahre alt, Studentin, Ehefrau und Mutter von 4 Kindern. Auf diesem Blog schreibe ich über Themen, die mich als Frau, Studentin und Mutter bewegen oder umtreiben.
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