Mensch, Frau, Mutter… und sonst? | 1000 Fragen an mich selbst (Fragen 121-160)

\Mensch, Frau, Mutter… und sonst? | 1000 Fragen an mich selbst (Fragen 121-160)

Mensch, Frau, Mutter… und sonst? | 1000 Fragen an mich selbst (Fragen 121-160)

Das 4. Paket der 1000 Fragen an mich selbst ist beantwortet und ich bin teilweise wirklich überrascht, welche mir leichter von der Hand gingen und an welchen ich überlegen musste. Außerdem

1000 Fragen an mich selbst – über meinen größten Erfolg, meine Eltern und nicht überwundenen Schmerz

Die 1000 Fragen entstammen dem Flow Magazin, Johanna von pink-e-pank greift sie auf und beantwortet sie. Und ich mache mit.

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
Ja. Oft, aber nicht immer. Ich versuche eine Balance zu halten, aber das gelingt mir nicht laufend. Zeit für meinen Mann und mich ist rar, aber ich versuche auch mal Arbeit Arbeit sein zu lassen.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
Puh. Ganz ehrlich? Ich weiß nichts. Meinem Vater eigentlich nur dafür, dass er mich ebenso aus seinem Leben gestrichen hat, wie ich ihn aus meinem. Das war das Beste, was mir passieren konnte. Meine Mutter kenne ich (leider) nicht, aber ich bin ihr dankbar dafür, dass sie meinen Bruder geschützt hat, so lange sie konnte.

123. Sagst du immer, was du denkst?
Früher ja, heute bin ich zurückhaltender. Wenn ich Kritik zu äußern gedenke, dann reflektiere ich das in der Regel vorher, überlege, wie ich das anbringen kann ohne meinen Gegenüber vor den Kopf zu stoßen oder gar zu verletzen. Manchmal bin ich impulsiv, wenn Menschen unhöflich sind oder so.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
Nein, das kann ich gar nicht leiden. Entweder er läuft und es schaut jemand, oder er ist aus. Unnötige Hintergrundbeschallung durch den Fernseher mag ich nicht.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
Den Tod meines Bruders vor bald 4 Jahren. Ob das jemals anders wird? Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich denke immer noch ständig an ihn und kann nicht fassen, dass er nicht mehr da ist. Er, besonders er, hat es verdient zu leben.

126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?
Etwas zu essen. Leider weiß ich genau wie das ist, wenn nur noch 10,-€ da sind, der Monat aber noch lange nicht vorbei ist. Als ich damals in der Ausbildung war, geschah das jeden Monat und es fühlte sich jeden Monat aufs neue besch***** an, wenn ich meinem Kind nicht einmal Obst oder Gemüse kaufen konnte.

127. Verliebst du dich schnell?
Früher glaubte ich an “Liebe auf den ersten Blick”, aber selbst erlebt habe ich das nicht. Ich brauche immer länger dafür, es muss stimmig sein und das geht nicht schnell.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
An den nächsten Tag, was ansteht, welche Termine sind und was ich zu erledigen habe.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
Donnerstag. Das ist der Tag vor dem Freitag, an dem mein Mann (momentan) schon mittags zuhause ist. Außerdem steht dann das Wochenende vor der Tür und wir haben Familienzeit.

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?
In erster Linie meine Kinder. Unabhängig davon sollte ich wohl meine abgeschlossene Ausbildung, das später nachgeholte Abitur, jetzt das Studium nennen. Ach, ich weiß es aber ehrlich gesagt nicht. Ich bin jemand, der sich gern und erfolgreich in Dinge einarbeitet, wenn er es wirklich will und davon hab ich eine ganze Menge hinter mir. Angefangen hat es damals mit Photoshop, ging dann über Hard- und Software eines PCs bis hin zum Umgang mit der Spiegelreflexkamera. Irgendwo dazwischen habe ich mir noch HTML, CSS und PHP beigebracht. Das hilft mir immer wieder beim Bloggen.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?
Ehrlich gesagt fällt mir dazu niemand ein. Ich war und bin niemand, der berühmte Personen besonders verehrt, die meisten würde ich auf der Straße wohl nicht einmal erkennen.

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?
Nein. Wie gesagt, ich habe da noch nie jemanden besonders verehrt, verliebt war ich da erst recht nie. Für mich sind das ganz normale Menschen und aus so weiter Entfernung verliebe ich mich nicht “mal eben”.

133. Was ist dein Traumberuf?
Aktuell? Puuh. Eigentlich war es mein Ziel als Familienhelferin beim Jugendamt anzufangen, aber mittlerweile kann ich mir auch die stationäre Heimerziehung ganz gut vorstellen. Wichtig ist mir mit Kindern und ihren Familien zu arbeiten, ihnen zu helfen, etwas zurück geben.

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?
Nein überhaupt nicht. Selbst meinen Mann frage ich nur ungern und schaffe lieber alles selbst. Es war ein längerer Lernprozess wenigstens ihn einfach zu fragen, wenn ich Hilfe brauche oder angebotene Hilfe anzunehmen.

135. Was kannst du nicht wegwerfen?
Oh. Da gibt es vieles. Bastelschubladeninhalte, Bücher, Stifte (!), Notizbücher, Dinge die mit besonderen Erinnerungen verbunden sind.

136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?
Zählen auch Apps? Ich liebe schöne Fotos, daher ist Instagram da ganz weit oben. Außerdem auch Twitter und Pinterest.

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?
Ja und nein. Einerseits gibt es Dinge, die absolut unbezahlbar sind und mit keinem Geld der Welt erkauft werden können. Kinderlachen, Sonne im Gesicht, Meeresrauschen und Möwenkreischen, sein Lächeln, strahlende Augen – all das ist unbezahlbar. Auf der anderen Seite ist es aber schwierig einen Blick für das alles zu haben, wenn Existenzängste vorherrschen. Es muss meiner Meinung nach eine Balance da sein, um zumindest ein Minimum an Lebensqualität.

138. Hast du schonmal etwas gestohlen?
Ja. Als Teenager.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?
Kommt auf den Anlass und die Gäste an. Gern Pizza-Käse-Suppe, wenn es viele Gäste sind. Ansonsten wirklich absolut unterschiedlich.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?
Auf Anhieb fiele mir keiner ein, hier vor Ort.

141. In welche Länder möchtest du noch reisen?
Oh das wären einige. Neuseeland, Amerika, Australien, Island, Schweden, Norwegen – gern abseits der Touristen-Ballungsräume.

142. Welche übernatürliche Kraft hättest du gerne?
Ich wäre gern selbstbewusster. Das ist für andere Menschen nichts übernatürliches, ich weiß, aber für mich wäre es das.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?
Das war eine Situation mit Nina. Sie war etwa 4 Jahre alt, wir saßen in der Bahn und es kam ein kleinwüchsiger Mann herein. Nina zeigte mit dem Finger auf ihn und rief laut “Mama guck mal, da ist ein ganz, ganz, GANZ KLEINER MANN!”. Das war mir wahnsinnig peinlich. Heute kann ich solche Situationen aber gelassen sehen. Lotte sprach schon öfter Dinge an, die sie nicht kennt. Es ist kindliche Neugier und wenn ich ihr nicht einfach erkläre, dass alle Menschen unterschiedlich sind, wird sie das vielleicht irgendwann als unnormal wahrnehmen und das möchte ich vermeiden.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune?
Ehrlich gesagt höre ich mittlerweile kaum Musik. Früher war es “Tanz auf dem Vulkan” von Subway to Sally. Und – wenn ich es mir so anhöre – ich liebe es immer noch sehr und bekomme beim Hören gleich gute Laune.

145. Wie flexibel bist du?
Wenig. Spontaneität wirft mich oft aus der Bahn, grad wenn was anderes geplant war. Wenn etwas offen war, bin ich schon flexibel.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gerne magst?
Ich mag Marmelade auf Wurstaufschnitt. Ist mir mal aus Versehen drauf gekommen und esse ich jetzt auch beabsichtigt ab und zu.

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?
Na in der Schlange stehen und warten halt

148. Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?
Auf Fotos.

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?
Erst weniger Kalorien und dann mehr Sport.

150. Führst du oft Selbstgespräche?
Nee, eher selten.

151. Wofür wärst du gern berühmt?
Ich wäre nicht gern berühmt.

152. Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?
Verletzend, demütigend.

153.  Wen würdest du gern besser kennenlernen?
Meine Mutter hätte ich gern überhaupt kennen gelernt. Und meinen Bruder, den hätte ich gern als Vater und Ehemann, als Onkel erlebt und kennen gelernt.

154. Duftest du immer gut?
Ich versuche es mir wieder anzugewöhnen. Die beiden Jüngsten reagierten auf unterschiedliche Düfte an mir, deshalb hab ich es in den letzten Jahren unterlassen Parfüm zu tragen.

155. Wie viele Bücher liest du pro Jahr?
Puuh. Nicht so viele. Manchmal sind es nur 2 oder 3. Immerhin höre ich zwischendrin immer mal Hörbücher.

156. Googelst du dich selbst?
Ja, ab und zu. Grad als Bloggerin möchte ich wissen, inwiefern mein Name damit verknüpft ist. Ist er nicht.

157. Welches historische Ereignis hättest du gerne mit eigenen Augen gesehen?
Puh, da kann ich mich kaum entscheiden. Ich mag Geschichte – wollte nicht umsonst gern darin den LK belegen – auch wenn Jahreszahlen mein Feind sind. Daher gibt es wirklich vieles, was ich gern gesehen hätte. Aber als Außenstehender, ohne Beteiligung oder echte Anwesenheit, also quasi als Geist – ist das verständlich? Als erstes fiele mir der Mauerfall ein, den hätte ich gern gesehen.

158. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammenwohnen?
Also früher wäre das sicherlich gegangen, mit den richtigen. Heute kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Auch nicht mit welchen, die schon Kinder und Familie haben. Ich glaube, dass das eine Freundschaft sehr belasten kann.

159. Sprichst du mit Gegenständen?
Nicht direkt, aber manchmal schimpfe ich sie an.

160. Was ist dein größtes Defizit?
Nie mit mir, meinen Leistungen, meinem Können zufrieden zu sein. An sich mag ich mein Leben so wie es ist, dennoch hab ich immer das Gefühl nicht genug zu schaffen, nicht genug zu leisten, Dinge nicht gut genug zu machen. Ich weiß, dass dieses defizitorientierte Denken nicht gut ist, mir nicht gut tut und arbeite daran, aber das ist gar nicht so einfach.

Von |2018-03-06T21:18:06+00:00Dienstag, 6. März 2018|Kategorien: |, Blogkram, IchIchIch|Tags: , , , |1 Kommentar

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, ist 31 Jahre alt und lebt mit dem einen Mann, ihren Kindern Nina (09/04), Lotte (05/15) und Jona (01/17) im Sauerland. Sie hat ihr Abitur nachgeholt, studiert nun was Soziales und jongliert zwischen Uni und der Familie - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Ein Kommentar

  1. #1000FragenAnMichSelbst - über Kritik, Unabhängigkeit und ein legendäres Fest15. März 2018 um 20:30 Uhr - Antworten

    […] Unbedingt. Es gibt viele Dinge, die ich gerne selbst (mit)erlebt hätte. Und ich hab es ja schon in der letzten Ausgabe der Fragen gesagt, ich hätte meine Mutter gerne kennen gelernt. Das würde ich gern […]

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