• #1000FragenAnMichSelbst - über erzählenswerte Geschichten, Veränderungen und den letzten Umzug

In der heutigen Ausgabe der #1000Fragen gebe ich Antworten über erzählenswerte Geschichten, meinen letzten Umzug und positive Veränderungen. Aber ich erzähle auch etwas von Vertrauen, über meinen Lieblingsort und mein Lieblingsdessert.
Ansonsten ist es immer noch recht ruhig hier auf dem Blog. Ich bin immer noch dran, die letzten Kleinigkeiten zur DSGVO fertig zu stellen – mir fehlen nur noch Smilies, das Verarbeitungsverzeichnis und ein letzter Blick auf die Datenschutzerklärung -, dann hab ich alles abgehakt. Ansonsten schreibe ich grad parallel noch meine Hausarbeit. Naja, zumindest theoretisch. Praktisch melden sich meine Kommilitoninnen nicht zurück und das Projekt geht schleppend voran. Ich bin gespannt, am 1. Juni ist Abgabe.

1000 Fragen an mich selbst – über erzählenswerte Geschichten, Veränderungen & meinen letzten Umzug

Die 1000 Fragen entstammen dem Flow Magazin, Johanna von pink-e-pank greift sie auf und beantwortet sie. Bei ihr handelt es sich um die Fragen #15 und #16, ich fasse wieder 40 Fragen zusammen – wie gehabt.

281.  Malst du oft den Teufel an die Wand?
Nein, eigentlich nicht. Ich bin selten so pessimistisch drauf, dass ich alles negativ sehe. Eher versuche ich die Dinge positiv oder zumindest neutral zu betrachten. Aber ab und zu kommt es auch vor, dass ich den Teufel an die Wand male.

282. Was schiebst du zu häufig auf?
Telefonate. Ich hasse Telefonate. Besonders wenn es offizielle oder wichtige sind. Da reicht schon ein Telefonat um einen Arzttermin auszumachen und ähnliches. Ich mag das einfach nicht.

283. Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen?
Hm. Wenn es nicht grad um Leben und Tod geht, auf jeden Fall. Ich wohnte eigentlich fast immer mit Tieren zusammen und fand sie immer wichtig, ihre Unversehrtheit, ein lebenswertes Leben.

Tiere sind wichtig!

284. Bist du dir deiner selbst bewusst?
Mal mehr, mal weniger. Dieses Projekt mit den #1000Fragen hilft mir jedenfalls dabei, es zu werden. Über manche Dinge habe ich mir einfach noch nie so detailliert Gedanken gemacht, wie die Fragen eine Antwort wünschen.

285. Was war ein unvergesslicher Tag für dich?
Da gibt es einige. Wenn ich chronologisch vorgehe, dann ist der 1. unvergessene Tag der 28. Juni 2001, an dem (s)ich mein Leben um 180° wendete. Später kamen Ninas und Lottes Geburt, meine Hochzeit und Jonas Geburt dazu. Aber es gibt auch negativ unvergessene Tage: Der Todestag meines Bruders, zum Beispiel.

286. Was wagst du dir nicht einzugestehen?
Ich bin generell jemand, der alles reflektiert und über alles nachdenkt, auch und gerade über Dinge, die mir nicht so sehr gefallen und dabei auch, wenn es etwas negatives an mir selbst ist. Also: Ich wüsste nichts, was ich mir selbst nicht einzugestehen wage.

287. Bei welcher Filmszene musst du weinen?
Ich bin meistens nicht so der emotionale Typ bei Filmen oder Serien. Aber wenn das Lied „Wie schön dass Du geboren bist“ irgendwo eingestimmt wird, hab ich ein paar Tränen in den Augen. Ich muss dann immer an meine Kinder denken und… ja, es IST schön, dass sie geboren sind!

288. Welche gute Idee hattest du zuletzt?
Oh. Ich hab häufiger Ideen, die sich hinterher als ganz brauchbar heraus stellen. Sagt zumindest mein Mann. Die letzte, an die ich mich erinnere war die, dass wir im Garten ein Übergangsgehege für die Hühner bauen, damit der große Stall auf dem Grundstück unten nicht so bald fertig werden muss. Das nahm den Druck sehr. Und ist ganz praktisch, weil die Kinder so auch „mal eben schnell“ bei den Hühnern gucken können.

289. Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen?
Es sind einige Geschichten, die ich erzählenswert finde, sonst würde ich ja nicht bloggen. Allen voran ist da die, dass ein Kaiserschnitt auch eine vollwertige Geburt ist. Mich nimmt es immer ganz mit, wenn ich lese oder höre, dass Mütter ein schlechtes Gefühl wegen ihres Kaiserschnitts haben, weil andere ihnen suggerieren, es wäre alles falsch daran. Ich selbst habe dazu auch schon einiges gehört und gelesen und werde mittlerweile richtig wütend, wenn mir jemand versucht dahingehend etwas einzureden!
Aber da gibt es auch mehr, Geschichten. Die, die von Erziehungsmethoden erzählen, die nicht dogmatisch sind. Geschichten aus dem Alltag von Eltern, die gleichwürdig leben, auch was Vereinbarkeit von Job/Studium und Familie angeht. Nicht zuletzt Geschichten über Resilienz und was ein schwieriger Start ins Leben mit einem Menschen macht.

290. Verzeihst du anderen Menschen leicht?
Es kommt drauf an. Auf den Menschen und auf die Sache und auf die Häufigkeit.

291. Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?
Ich war früher wahnsinnig eifersüchtig, das ist bei meinem Mann überhaupt nicht der Fall. Darüber hab ich mir erst kürzlich Gedanken gemacht, weil mich das so fasziniert hat. Früher konnte ich schon eine Verspätung nicht aushalten und malte mir direkt das Schlimmste aus. Heute ist das ganz anders, weil ich genau weiß, dass ich meinem Mann voll vertrauen kann. Verrückt, dass ich das mal von mir sagen könnte.

292. Was hoffst du, nie mehr zu erleben?
Am liebsten wäre mir, ich würde nie mehr erleben müssen, mich um meine Kinder oder meinen Mann zu sorgen. Besonders was Krankheit und den Tod betrifft. Überhaupt mag ich niemanden mir Nahestehenden betrauern müssen, weiß aber, dass das nicht realistisch ist, weil der Tod zum Leben gehört.

293. Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“?
Nein, überhaupt nicht. Mir ist es lieber, ich erfahre von unangenehmen Dingen sofort, als dass da z. B. eine Lüge oder Heimlichtuerei vorangestellt wird. Mit letzteren kann ich überhaupt nicht umgehen, es macht Vertrauen kaputt und färbt auch die Zukunft dunkler, als nötig.

294. Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?
Es kommt wohl auf die Entscheidung an. Generell bespreche ich nahezu alles vorher mit meinem Mann und frage ihn nach seiner Meinung. Und die ist mir wichtig. Immer.

295. Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?
Früher habe ich mit den Gedanken viel in der Vergangenheit gelebt (Was wäre wenn X anders gelaufen wäre?), später in der Zukunft. Heute lebe ich im Hier und Jetzt, obwohl natürlich auch mal Zukunftsträumereien vorkommen.

296. Nimmst du eine Konfrontation leicht an?
Im Internet gehe ich Konfrontationen zumeist aus dem Weg. Es muss schon ganz arg sein, dass ich es darauf anlegen würde. Meist ist das überhaupt nicht sinnvoll und ändert sowieso nichts. Ansonsten gehe ich schon oft auf Konfrontation bzw. nehme sie auch an. Es kommt aber auch sehr auf meinen Gegenüber an. Wie gut ich ihn kenne und wie er/sie Konfrontationen nimmt, sind dabei wichtige Punkte. So gibt es Menschen, bei denen ich genau weiß, dass ich bei einer Meinungsverschiedenheit immer den Kürzeren ziehe, da halte ich es eher mit Lächeln und Winken.

297. In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?
Da ich sie nicht kenne, weiß ich es nicht.

298. Wo bist du am liebsten?
Definitiv lieber draußen, als drinnen. Am liebsten da, wo es warm ist und ich das Meer rauschen hören kann. Alternativ reicht aber auch der Garten oder der Wald.

299. Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?
Ehrlich gesagt achte ich darauf überhaupt nicht (mehr) und es ist lange her, dass ich darauf geachtet habe.

300. Was ist dein Lieblingsdessert?
Erdbeeren. Obwohl ich sagen muss, dass ich selten welche ab bekomme, wenn die Kinder ebenfalls da sind.

Erdbeeren - mein Lieblingsdessert

301. Worin bist du ein Naturtalent?
Im Weitermachen und trotz aller Widrigkeiten alles positiv sehen. Ich habe in meinem Leben so viel negatives erlebt und mitgemacht und staune manchmal selbst, wie sich mein Leben bisher entwickelt hat und wo ich stehe. Damit hätte wohl niemand gerechnet. Am aller wenigsten ich selbst.

302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
Es kommt drauf an, welchen Zeitraum „in letzter Zeit“ umfasst. Als erstes fiel mir jedenfalls mein Mann ein. Seit die beiden Jüngsten auf der Welt sind, ist er in vielerlei Hinsicht anders geworden. Gesetzter, fast erwachsener. Auch was die Erziehung der Kinder angeht, hat sich bei ihm einiges getan. Er ist eigentlich ein sehr impulsiver Mensch, aufbrausend. Das hat stark nachgelassen.
Ansonsten habe ich mich in vielem zum Positiven verändert, in vielen Punkten – aber da fehlen auch noch einige Dinge, mit denen ich nicht zufrieden bin.

303. In welcher Situation warst du unfair?
Meistens bin ich zu mir nahestehenden Menschen unfair und ärgere mich dann selbst maßlos darüber, weil ich das nicht sein will! Zuletzt war ich zu meinem Mann unfair, als ich bei ihm etwas kritisierte, was ich selbst schon gemacht habe.

304. Fühlst du dich fit?
Nein, überhaupt nicht. Ich würde sogar behaupten, dass ich momentan am unfittesten bin. (Ausgenommen die Zeiten direkt nach den Geburten.)

305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Nein, eher nicht.

306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?

307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Zuletzt zogen mein Mann und ich aus Bonn aufs Land. Aus einer Wohnung in einem sehr unvorteilhaften Viertel in eine Wohnung mitten in einem Dorf im Sauerland. Damals kamen einige Gründe zusammen, den Zeitpunkt bestimmte vor allem Ninas bevorstehende Einschulung. Mein Mann wollte sowieso gerne zurück in die Nähe seiner Eltern, da mich dort nichts hielt, sprach bei mir nichts dagegen. Da Nina 2011 eingeschult werden sollte stand fest: Entweder sofort, oder nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule. Wir entschieden uns für sofort. Zwar brachte das auch Schwierigkeiten mit sich – z. B. musste mein Mann für den Rest seines Studiums pendeln – aber wir bereuen es kein Stück!

308. Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken?
Manchmal schon, aber eigentlich versuche ich das zu vermeiden.

309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Glück, Leichtigkeit, Nervosität, Schmetterlinge im Bauch – alles auf einmal.

310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Viel nicht zwangsläufig, aber generell schon. Aktuell, wo ich sehr auf meine Ernährung achte, fällt mir auf, wie oft beim Beisammensein gegessen und getrunken wird. Das gehört schon dazu.

311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste?
Jetzt aktuell ganz oben meinen Blog und die Webseite meines Schwiegervaters DSGVO-Konform zu machen. Irgendwo dazwischen meine Hausarbeit. Danach ein DIY-Projekt und ach… so vieles mehr. Es kommen immer mindestens genauso viele Punkte neu drauf, wie ich sie gestrichen hab.

312. Hegst du oft Zweifel?
Ja. An Entscheidungen, aber vor allem an mir selbst.

313. Womit bist du unzufrieden?
Ganz aktuell: Mit meinem Gewicht. Mit meiner Disziplin.

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Ich bin noch nie geflogen, kann mir dazu also kein Gefühl vorstellen.

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Jain. Einerseits besteht eine Freundschaft z. B. definitiv aus Geben und Nehmen, nie aus nur einer der beiden Komponenten. Auf der anderen Seite aber helfe ich auch gerne, wo ich kann. Nur lasse ich mich auch ungern ausnutzen. Wie z. B. von der Mutter, die ihr Kind immer hier abgeladen hat – gern auch unangekündigt – aber umgekehrt nie Zeit hatte. Deren Kind ich immer mit zum Tanzen nahm, die selber aber nie fuhr bzw. ihr Kind abmeldete, als fest stand, dass ich das – nach über einem Jahr alleinigem Fahrdienst – zeitlich nicht mehr kann. In solchen Punkten muss(te) ich lernen mich abzugrenzen und klar NEIN zu sagen.

316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Ja. Einmal zur Grundschulzeit und später nochmal auf der weiterführenden Schule, nachdem ich die Schulform gewechselt habe. In der Grundschule ging es sogar so weit, dass ich ein Loch im Kopf hatte, welches mit mehreren Stichen genäht werden musste, weil ich weggelaufen bin und dabei gegen einen Ast lief. Später auf der weiterführenden Schule war es der selbe Junge, der mich mobbte und die gesamte Klasse gegen mich aufbrachte. Ich gab dann auf, schrieb bei den Klassenarbeiten nur noch schlechte Noten, damit ich zurück auf meine alte Schule wechseln konnte. Das war ein sehr heftiges halbes Jahr, in dem ich viel eingesteckt habe. Er schmiss Stühle nach mir, quetschte mich zwischen Tischen ein, schmiss meine Sachen aus dem Fenster in den Regen, etc.. Die Pausen verbrachte ich vor dem Lehrerzimmer, da ließ er mich zumindest in Ruhe. Die Lehrer fanden, wir „müssen das unter uns klären“.

317. Wie spontan bist du?
Generell schon sehr, aber es kommt auch drauf an. Zum einen darauf, worum es geht. Zum anderen auch darauf, wie meine Stimmung gerade ist. Manchmal kann ich nur schwer aus mir heraus und Dinge spontan tun, während ich bei anderen Gelegenheiten lieber gestern als morgen angepackt hätte.

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Meine Kinder und meinen Mann. Bei meinem Mann auch oft gegen mein eigenes Gefühl, oder eher gesagt, gegen die heile Welt und auch wenn ich weiß, dass ich die Dinge nur schwer aushalten werde. Zum Beispiel als er nach seinem Bachelor die Gelegenheit bekam, weiter im Forschungsinstitut zu arbeiten. Mein Gefühl sagte mir „Genug gependelt, wir sehen uns so wenig, ich will das nicht mehr!“, aber ich unterstützte ihn dennoch, weil das eine einmalige Gelegenheit war. Ebenso die Forschungsreise, in der er gefühlt ewig weg war oder auch zuletzt seine Ausbildung, die wieder mit Pendeln daherkam.

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Beim Tod meines Bruders. Ich glaube immer noch, dass das nicht geschehen wäre, wenn ich mich mehr um ihn gekümmert und den Kontakt gehalten hätte.

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Da ich als Kind oft die Schule gewechselt habe, sind aus der Schulzeit keine Freundschaften übrig geblieben. Aber die ♥-Freundin, die ich im 2. Jahr meiner Ausbildung kennen lernte, die blieb. Auch wenn wir uns mittlerweile nur noch 2-3 Mal im Jahr sehen, besteht die Freundschaft schon seit knapp 12 Jahren.

Das waren die nächsten 40 Fragen. Am Ende des Monats erscheinen wieder 40.

Wie sieht es bei Dir aus, magst Du auch ein paar Antworten geben? Gerne im Kommentar!

Von |2018-05-22T23:29:48+02:00Mittwoch, 16. Mai 2018|Kategorien: |, Blogkram, IchIchIch|Tags: , , , |0 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, hat 4 Kinder (16, 6, 4 uns 0 Jahre alt), studiert etwas Soziales, arbeitet sonst in Teilzeit im Kundenservice, ist momentan aber mit dem Baby in Elternzeit. Sie macht gern "was mit Menschen", ist kreativ, fotografiert, näht und eigentlich ist der Tag viel zu kurz, um alles auszuprobieren, was ihr Spaß macht oder machen könnte.

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Kurz vorgestellt:

das Leben leben - mehr nicht

Hi, mein Name ist Tanja. Ich bin 35 Jahre alt, Studentin, Ehefrau und Mutter von 4 Kindern. Auf diesem Blog schreibe ich über Themen, die mich als Frau, Studentin und Mutter bewegen oder umtreiben.
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