Mit dem nächsten Schwung Fragen bin ich ein wenig spät dran. Momentan arbeite ich fast ausschließlich an der Erfüllung der DSGVO-Bestimmungen, sodass alles Andere hinten runter fällt. Nebenbei fiel mir auf, dass der Blog enorme Ladezeiten hat, daher beeile ich mich mit der Umstrukturierung der Startseite. Aber das dauert auch an, weil nicht immer alles so klappt, wie ich es mir wünsche. Nun ja, so viel zum Thema Zeitmanagement und so.
Die nächsten Fragen jedenfalls hatten es wieder in sich. Gerade Fragen über das Glück finde ich schwer zu beantworten, weil das ein Gefühl ist und sich für jeden individuell und anders anfühlt. Aber auch Fragen über die Vergangenheit oder wo die Kindheit eine Rolle spielt, sind nicht so meins…

1000 Fragen an mich selbst – über Glück, Schubladendenken & eine Nicht-Einsicht

Die 1000 Fragen entstammen dem Flow Magazin, Johanna von pink-e-pank greift sie auf und beantwortet sie. Und ich mache mit – wie viele andere Blogger auch.

201. Wie gut kennst du deine Nachbarn?
Hm. Welche? Links die quasi gar nicht, weil das motzige Stinkstiefel sind, die immer etwas auszusetzen haben und gerne mal das Ordnungsamt einschalten, statt zu fragen. Rechts die ist die Schwiegerfamilie, also recht gut. Drumherum die Straße hoch kenne ich niemanden direkt. Man grüßt sich, mehr aber auch nicht.

202. Hast du oft Glück?
Ich bin jetzt niemand, der ständig etwas gewinnt oder sowas, aber das könnte auch daran liegen, dass ich selten an Gewinnspielen teilnehme. Generell finde ich schon, dass ich Glück habe, insgesamt auf das Leben bezogen. Ich habe Glück mit meinem Mann, mit drei weitestgehend gesunden Kindern, meinem Studium.

203. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?
Von jeder. Ich bin niemandem sehr ähnlich, jede Freundin ist anders – so wie ich anders bin.

204. Was machst du anders als deine Eltern?
Alles. Und das ganz bewusst.

205. Was gibt dir neue Energie?
Kaffee, Zeit für mich und Schlaf. Besonders Zeit für mich ist ein enorm wichtiger Punkt, für neue Energie bei mir.

206. Warst du in der Pubertät glücklich?
Nein, überhaupt nicht. Ich war immer anders und das führte zu Mobbing. Später hat sich das relativiert, aber das Vertrauen in Menschen fällt mir bis heute schwer.

207. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?
Das weiß ich noch ganz genau: Als ich meine 1. Hausarbeit schrieb, viel zu spät dran war und dann eine Nacht durcharbeiten musste. War echt nicht easy mit dem normalen Alltag und ich hab deutlich gemerkt, dass ich keine 20 mehr bin.

208. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?
Hausbau bzw. -sanierung. Das treibt mich bzw. uns momentan arg um. So viel zu tun, so wenig Ressourcen, um das zu erledigen. Aber träumen kann man ja.

209. Blickst du dich oft um?
Hm. Inwiefern? In die Vergangenheit? Bedingt. Natürlich sehe ich die Jahre und Monate, die verfliegen, ich erinnere mich an Momente und Dinge, manchmal ein wenig wehmütig.

210. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?
Oh, da gibt es einiges. Über meine Kindheit und Jugend spreche ich wenig und es wissen nur wenige Menschen darüber bescheid. Mir sind das Mitleid und die erschrockenen Gesichter immer unangenehm, sodass ich wirklich nicht gern darüber spreche.

211. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?
Am häufigsten streiten wir uns über Kindererziehung. Wobei es nicht um die grundlegende Linie geht, sondern eher um die persönliche Auslegung bzw. einzelne Situationen.

212. Worauf freust du dich jeden Tag?
Auf gutes Wetter, Zeit draußen, ebenso aber auch auf den Abend, wenn ich Zeit für mich, zum Arbeiten, Schreiben oder zum Kreativ-sein habe.

213. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?
Ich bin als Kind oft umgezogen und wechselte häufig die Schulen, daher gibt es keine ewig lange Freundschaft aus Schulzeiten. Aber mir fehlt meine beste Freundin aus der Bonn-Zeit. Zwar sind wir wieder befreundet, aber es ist nicht wie damals, das finde ich sehr schade.

214. Wie gehst du mit Stress um?
Stress stresst mich, aber ich lasse mich in der Regel nicht so schnell aus der Ruhe bringen. In stressigen Zeiten mache ich einfach, jammern nützt ja nichts. Hinterher fühle ich mich aber dauermüde und ausgebrannt. Seufz.

215. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?
Hm. Es kommt drauf an, wie herum man das sieht. Glaube ich. Ich bin eigentlich ein sehr kommunikativer Mensch, mit Humor, zum Pferdestehlen. Sowas. Aber wenn ich mit Menschen, die ich nicht gut kenne, spreche, komme ich nicht aus mir heraus. Nicht bewusst oder beabsichtigt, meist merke ich das auch und versuche gegenzusteuern, scheitere aber. Also, irgendwie muss ich die Frage mit Ja beantworten.

216. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?
Puh. Wieder so eine Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Mein Vater ist mein absolutes Negativ-Vorbild, ein Mensch mit ganz vielen Eigenschaften, die ich niemals an mir entdecken mag. Also ich denke (und hoffe!), ich gleiche in keinem Punkt meinem Vater.

217. Kann man Glück erzwingen?
Nein, das kann man nicht. Aber ich habe gelernt auch die kleinen Dinge zu sehen und mich daran zu erfreuen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Grundparameter dafür stimmen müssen. Ich konnte nicht glücklich sein mit extremen Existenzängsten, in einer unglücklichen, unfairen Partnerschaft. Die Grundparameter stimmen jetzt und so können auch kleine Dinge, die negativ sind, nicht das große Gefühl vom Glücklich-sein zerstören.

218. Welcher Streittyp bist du?
Welche Typen gibt es denn? Spontan würde ich sagen, dass ich ein sehr emotionaler Streittyp bin. Ich kann schnell aufbrausen, auch wegen Kleinigkeiten, aber ebenso schnell verpufft es auch wieder.

219. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?
Nein, überhaupt nicht. Ich brauche morgens etwas Zeit, um aus dem Bett, aber auch um generell in die Gänge zu kommen. Am besten einen Kaffee und etwas Ruhe, dann kann der Tag starten.

220. Wie klingt dein Lachen?
Keine Ahnung.

221. Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?
Zumindest kann auf den ersten Blick irgendwie klar sein, dass man sich mag und mehr daraus wachsen. Hab ich schon erlebt und wurde zu einer richtig langen, tollen Freundschaft.

222. Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?
Jein. Ich arbeite daran und es gelingt mir immer öfter wirklich etwas nur für mich zu tun. Es sind keine großen Dinge, aber kleine Momente im Alltag, die mir Energie geben, um wieder die Mutter zu sein, die ich sein möchte.

223. Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?
Ja, nach einer beendeten Beziehung, unglücklich verliebt.

224. Steckst du Menschen in Schubladen?
Ja, viel zu oft. Und ich steuere bewusst dagegen. Schaue nochmal hin, überdenke, versuche unvoreingenommener zu gucken. Menschen passen nicht in nur eine Schublade, das hab ich oft festgestellt und war dann überrascht, dass sie ganz anders waren, als ich sie abgespeichert hatte.

225. Welches Geräusch magst du?
Ich liebe, liebe, LIEBE das Rauschen des Meeres. Das ist für mich Ruhe, Zeit zum Denken und gleichzeitig zum Kopf-frei-pusten. Leider ist es viel zu lange her, dass ich es hören konnte.

Meeresrauschen - liebe ich und macht mich glücklich

226. Wann warst du am glücklichsten?
Ich war und bin oft glücklich, einen einzelnen Moment gibt es da nicht, es sind die vielen kleinen und großen Momente, die das große Ganze ausmachen.

227. Mit wem bist du gern zusammen?
In erster Linie mit mir selbst, aber natürlich auch mit meinem Mann, mit den Kindern, mit Freunden.

228. Willst du immer alles erklären?
Viel zu oft, viel zu viel.

229. Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?
Ich bin schlecht darin Dinge anzusprechen. Kürzlich habe ich meine Angst überwunden und im Kinderhaus etwas angesprochen. Es ging um eine strafende Maßnahme, die ich in der Form nicht in Ordnung finde (fände). Mir fiel es unheimlich schwer, das anzusprechen, am Ende war es aber halb so wild und es stellte sich heraus, dass es ein Missverständnis war.

230. Was war deine größte Jugendsünde?
Puh, ich hab mit 15/16 einigen Unfug getrieben. Aber nichts, was ich hier näher erläutern möchte. ;)

231. Was willst du einfach nicht einsehen?
Puh. Da gibt es eine Sache, die ich mich tatsächlich weigere einzusehen. Nämlich die, dass Menschen mit bestimmten Schwierigkeiten (Alkoholiker, Drogensüchtige) nicht in der Lage sein sollen ihre Problematik zu überwinden. Aus der professionellen Sicht und im Rahmen meines Studiums habe ich darüber natürlich einiges gelernt. Ich verstehe es und kann es nachvollziehen. Aber ganz privat, als Tochter, da will ich es nicht einsehen. Vielleicht, weil ich emotional viel zu verstrickt bin, um das objektiv zu sehen. Vielleicht, weil ich direkt Situationen vor Augen habe. Ich habe jedenfalls erlebt, wie Menschen trocken bzw. clean waren und sich dann – ganz bewusst – wieder für etwas entschieden haben, von dem sie genau wissen, dass sie eine krankhafte Neigung dazu haben. Und diese bewusste Entscheidung ist der Punkt, ab dem ich aussteige und es nicht mehr als Krankheit sehen will.

232. Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?
Mein Mann macht sich manchmal darüber lustig, dass ich mich bei Lottes Geburt so über jede Wehe gefreut habe und zu ihm sagte „Geil, da kommt wieder eine Wehe!“. Man muss dazu halt wissen, dass diese Geburt zwar meine zweite war, aber die erste, die ganz natürlich gestartet ist. Das fand ich unheimlich toll und so konnte ich mich über die Wehen freuen und sie als Wellen annehmen, die mich meinem Baby immer näher brachten.

233. Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben?
Die Geburten der Mädels, besonders die von Nina. Mit dem heutigen Wissen würde ich einiges anders machen. Vielleicht wäre es dann nicht auf einen Not-Kaiserschnitt hinaus gelaufen.

234. Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?
Mehr Geld, damit kann ich mir mehr Zeit quasi kaufen.

235. Würdest du gern in die Zukunft schauen können?
Nein.

236. Kannst du gut deine Grenzen definieren?
Hm. Jein. Es kommt drauf an. Meinem Mann gegenüber ja, anderen/fremden Menschen gegenüber eher schlecht. Ich kann schlecht Nein sagen, will niemanden enttäuschen. Da ist es schwer die eigene Grenze zu wahren und es dennoch anderen recht zu machen.

237. Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?
Ja, ganz unbewusst.

238. Hast du einen Tick?
Nein, nichts wovon ich wüsste.

239. Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?
Definitiv eine Momentaufnahme. Wenn Glück das Ziel wäre, also ein Endzustand, wäre es nahezu unerreichbar. Im Umkehrschluss müsste es bedeuten, dass nur bei Erreichen Glück möglich wäre. Meiner Meinung nach ist Glück in vielen kleinen Momenten versteckt, ich muss nur genau hinsehen, um es auch für mich als solches zu verstehen.

spielende Kinder - Glück pur

240. Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?
Mit meiner Familie.

Von |2018-05-02T10:41:20+02:00Dienstag, 17. April 2018|Kategorien: |, Blogkram, IchIchIch|Tags: , , , |0 Kommentare

Über den Autor:

Die Alltagsheldin heißt im echten Leben Tanja, hat 3 Kinder (16, 5 und 4 Jahre alt), ist schwanger mit dem Sommerbaby, studiert etwas Soziales und arbeitet in Teilzeit im Kundenservice. Sie macht gern "was mit Menschen", ist kreativ, fotografiert, näht und eigentlich ist der Tag viel zu kurz, um alles auszuprobieren, was ihr Spaß macht oder machen könnte.

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Kurz vorgestellt:

das Leben leben - mehr nicht

Hi, mein Name ist Tanja. Ich bin 32 Jahre alt, Studentin, Ehefrau und Mutter von 3 Kindern. Auf diesem Blog schreibe ich über Themen, die mich als Frau, Studentin und Mutter bewegen oder umtreiben.
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